<?xml version="1.0" encoding="UTF-8"?><rss version="2.0"
	xmlns:content="http://purl.org/rss/1.0/modules/content/"
	xmlns:dc="http://purl.org/dc/elements/1.1/"
	xmlns:atom="http://www.w3.org/2005/Atom"
	xmlns:sy="http://purl.org/rss/1.0/modules/syndication/"
	xmlns:creativeCommons="http://backend.userland.com/creativeCommonsRssModule"	>
<channel>
	<title>Kommentare zu: Fluch und Segen des Fortschritts &#8211; das Dilemma der EbM in agilen Forschungsfeldern</title>
	<atom:link href="http://www.ebm-anwender.de/54/fluch-und-segen-des-fortschritts-das-dilemma-der-ebm-in-agilen-forschungefeldern/feed/" rel="self" type="application/rss+xml" />
	<link>http://www.ebm-anwender.de/54/fluch-und-segen-des-fortschritts-das-dilemma-der-ebm-in-agilen-forschungefeldern/</link>
	<description>Angewandte Evidenzbasierte Medizin</description>
	<lastBuildDate>Mon, 21 Jun 2010 17:57:15 +0000</lastBuildDate>
	
	<sy:updatePeriod>hourly</sy:updatePeriod>
	<sy:updateFrequency>1</sy:updateFrequency>
		<item>
		<title>Von: Martin Gerken</title>
		<link>http://www.ebm-anwender.de/54/fluch-und-segen-des-fortschritts-das-dilemma-der-ebm-in-agilen-forschungefeldern/comment-page-1/#comment-49</link>
		<dc:creator>Martin Gerken</dc:creator>
		<pubDate>Wed, 28 May 2008 11:34:53 +0000</pubDate>
		<guid isPermaLink="false">http://www.ebm-anwender.de/?p=54#comment-49</guid>
		<description>Danke f&uuml;r die Klarstellung - ich sehe es &auml;hnlich, nur mit anderen Konsequenzen: eben weil es nicht Aufgabe der Pharmaindustrie ist, gute&amp;wirksame Medikamente zu entwicklen, sondern Geld zu verdienen muss seitens der Kostentr&auml;ger eingegriffen werden. Hier in DE ist ein Medikament nach der Zulassung automatisch in der Erstattung der GKV - unabh&auml;ngig, ob es mehr oder weniger n&uuml;tzt. Das darf nicht sein; der Fall Lucentis-Avastin zeigt leider, dass sonst maximal tief in die Tasche der GKV gegriffen wird.</description>
		<content:encoded><![CDATA[<p>Danke f&uuml;r die Klarstellung &#8211; ich sehe es &auml;hnlich, nur mit anderen Konsequenzen: eben weil es nicht Aufgabe der Pharmaindustrie ist, gute&#038;wirksame Medikamente zu entwicklen, sondern Geld zu verdienen muss seitens der Kostentr&auml;ger eingegriffen werden. Hier in DE ist ein Medikament nach der Zulassung automatisch in der Erstattung der GKV &#8211; unabh&auml;ngig, ob es mehr oder weniger n&uuml;tzt. Das darf nicht sein; der Fall Lucentis-Avastin zeigt leider, dass sonst maximal tief in die Tasche der GKV gegriffen wird.</p>
]]></content:encoded>
	</item>
	<item>
		<title>Von: Stefan Puig</title>
		<link>http://www.ebm-anwender.de/54/fluch-und-segen-des-fortschritts-das-dilemma-der-ebm-in-agilen-forschungefeldern/comment-page-1/#comment-48</link>
		<dc:creator>Stefan Puig</dc:creator>
		<pubDate>Sat, 17 May 2008 09:41:51 +0000</pubDate>
		<guid isPermaLink="false">http://www.ebm-anwender.de/?p=54#comment-48</guid>
		<description>Die Diskussion &uuml;ber die Einbindung der Industrie in die Finanzierung objektiver und unabh&auml;giger Forschung ist nicht neu.  Es wird dabei leider nur immer wieder ein sehr simples Faktum &uuml;bersehen: 
Es ist einfach nicht die Aufgabe, eines auf Gewinn ausgerichteten Konzerns, Ma&szlig;nahmen zu setzen, die den Gewinn des Konzerns und somit auch jenen der Aktion&auml;re schm&auml;lern w&uuml;rde. Soweit ich informiert bin, w&uuml;rde sich ein/e ManagerIn, der/die solche Ma&szlig;nahmen setzt, in den meisten Industriel&auml;ndern sogar strafbar machen.
Es ist also vollkommen widersinnig anzunehmen, dass seitens der Industrie hier etwas zu erwarten ist (und ist wahrscheinlcih auch gar nicht deren Aufgabe!).

Heute werden akademische Leistungen von AkademikerInnen unter anderem daran gemessen, wieviel Drittmittel von der Industrie eingeworben wurden. Nicht selten ist das sogar ein Entscheidungskriterium bei der Besetzung von Instituts- bzw. Klinikleitungen. 
Auch f&uuml;r Erlangungen akademischer Lorberen (z.B. Habilitation) wird neben Qualit&auml;t vor allem Masse gefragt. Die Mitarbeit oder Durchf&uuml;hrung einer langwierigen Endpunktstudie z&auml;hlt zumeist gleich viel wie ein methodisch schwaches Paper, Hauptsache es ist im richtigen Journal plaziert.
Wer solche Strukturen zul&auml;sst, darf sich nicht wundern, wenn das Interesse der Kolleginnen und Kollegen an aufwendigen, nicht gesponserten Projekten, ein limitiertes ist.

Warum nehmen wir die &ouml;ffentlichen Stellen nicht wieder mehr in die Pflicht?
Wenn der Staat/die Bev&ouml;lkerung unabh&auml;ngige Wissenschaft will, muss man die Ressourcen daf&uuml;r zur Verf&uuml;gung stellen und nicht scheinheilig auf die wachsenden Gewinne der Pharmaindustrie schielen und dann von Dritten - n&auml;mlich von uns - zu verlangen, dass wir, mit dem Geld der Konzerne, das der Staat offensichtlich nicht in der Lage ist einzutreiben, &quot;unabh&auml;ngige&quot; Forschung betreiben. 
In meinem Fachgebiet, der Radiologie, werden jedes Jahr seitens der Indistrie beeinduckende - und nicht selten wahrscheinlich auch sehr sinnvolle - Innovationen vorgestellt.   Wir stehen vor dem Problem, dass die Publikationen mit dem Fortschritt der Technik kaum bis gar nicht Schritt halten. Trotzdem fehlt es an Ressourcen (und offenbar auch am Willen der Verantwortlichen) entsprechende notwendige unabh&auml;ngige Nutzenbewertung zu finanzieren.</description>
		<content:encoded><![CDATA[<p>Die Diskussion &uuml;ber die Einbindung der Industrie in die Finanzierung objektiver und unabh&auml;giger Forschung ist nicht neu.  Es wird dabei leider nur immer wieder ein sehr simples Faktum &uuml;bersehen:<br />
Es ist einfach nicht die Aufgabe, eines auf Gewinn ausgerichteten Konzerns, Ma&szlig;nahmen zu setzen, die den Gewinn des Konzerns und somit auch jenen der Aktion&auml;re schm&auml;lern w&uuml;rde. Soweit ich informiert bin, w&uuml;rde sich ein/e ManagerIn, der/die solche Ma&szlig;nahmen setzt, in den meisten Industriel&auml;ndern sogar strafbar machen.<br />
Es ist also vollkommen widersinnig anzunehmen, dass seitens der Industrie hier etwas zu erwarten ist (und ist wahrscheinlcih auch gar nicht deren Aufgabe!).</p>
<p>Heute werden akademische Leistungen von AkademikerInnen unter anderem daran gemessen, wieviel Drittmittel von der Industrie eingeworben wurden. Nicht selten ist das sogar ein Entscheidungskriterium bei der Besetzung von Instituts- bzw. Klinikleitungen.<br />
Auch f&uuml;r Erlangungen akademischer Lorberen (z.B. Habilitation) wird neben Qualit&auml;t vor allem Masse gefragt. Die Mitarbeit oder Durchf&uuml;hrung einer langwierigen Endpunktstudie z&auml;hlt zumeist gleich viel wie ein methodisch schwaches Paper, Hauptsache es ist im richtigen Journal plaziert.<br />
Wer solche Strukturen zul&auml;sst, darf sich nicht wundern, wenn das Interesse der Kolleginnen und Kollegen an aufwendigen, nicht gesponserten Projekten, ein limitiertes ist.</p>
<p>Warum nehmen wir die &ouml;ffentlichen Stellen nicht wieder mehr in die Pflicht?<br />
Wenn der Staat/die Bev&ouml;lkerung unabh&auml;ngige Wissenschaft will, muss man die Ressourcen daf&uuml;r zur Verf&uuml;gung stellen und nicht scheinheilig auf die wachsenden Gewinne der Pharmaindustrie schielen und dann von Dritten &#8211; n&auml;mlich von uns &#8211; zu verlangen, dass wir, mit dem Geld der Konzerne, das der Staat offensichtlich nicht in der Lage ist einzutreiben, &#8220;unabh&auml;ngige&#8221; Forschung betreiben.<br />
In meinem Fachgebiet, der Radiologie, werden jedes Jahr seitens der Indistrie beeinduckende &#8211; und nicht selten wahrscheinlich auch sehr sinnvolle &#8211; Innovationen vorgestellt.   Wir stehen vor dem Problem, dass die Publikationen mit dem Fortschritt der Technik kaum bis gar nicht Schritt halten. Trotzdem fehlt es an Ressourcen (und offenbar auch am Willen der Verantwortlichen) entsprechende notwendige unabh&auml;ngige Nutzenbewertung zu finanzieren.</p>
]]></content:encoded>
	</item>
</channel>
</rss>
