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	<title>EbM-Anwender - Blog für angewandte Evidenzbasierte Medizin &#187; Allgemein</title>
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	<description>Angewandte Evidenzbasierte Medizin</description>
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		<title>EbM in Deutschland demontiert?</title>
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		<pubDate>Tue, 28 Sep 2010 21:30:43 +0000</pubDate>
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				<category><![CDATA[Allgemein]]></category>

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		<description><![CDATA[Offenbar soll die Nutzenbewertung von Arzneimitteln im deutschen GKV-System auf Dr&#228;ngen der Pharmalobby ausgehebelt werden (der Spiegel berichtet: 1, 2). Zuerst sollen Kompetenzen vom G-BA ins politisch leichter steuerbare Gesundheitsministerium verlagert werden, dann soll die Beweislast umgedreht werden: Es soll der &#8220;medizinischen Nutzen eines Arzneimittels nicht abweichend von der Beurteilung der Zulassungsbeh&#246;rde bewerten&#8221; werden sowie [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Offenbar soll die Nutzenbewertung von Arzneimitteln im deutschen GKV-System auf Dr&auml;ngen der Pharmalobby ausgehebelt werden (der Spiegel berichtet: <a href="http://www.spiegel.de/wirtschaft/soziales/0,1518,719507,00.html">1</a>, <a href="http://www.spiegel.de/wirtschaft/soziales/0,1518,719630,00.html">2</a>). Zuerst sollen Kompetenzen vom <a href="http://de.wikipedia.org/wiki/G-BA">G-BA</a> ins politisch leichter steuerbare Gesundheitsministerium verlagert werden, dann soll die Beweislast umgedreht werden: Es soll der &#8220;medizinischen Nutzen eines Arzneimittels nicht abweichend von der Beurteilung der Zulassungsbeh&ouml;rde bewerten&#8221; werden sowie nur &#8220;die Verordnung von Arzneimitteln einschr&auml;nken oder ausschlie&szlig;en, wenn die Unzweckm&auml;&szlig;igkeit erwiesen ist&#8221;. Ein solcher Nicht-Beweis st&ouml;&szlig;t schon auf logische Probleme. Dazu kommt, dass der Schwerpunkt in der Arzneimittelzulassung anders liegt: Neuen Arzneimitteln darf die Zulassung nur in wenigen, bestimmten F&auml;llen verweigert werden (siehe <a href="http://bundesrecht.juris.de/amg_1976/__25.html">§25 AMG</a>) &#8211; und hier geh&ouml;rt Gleichwertigkeit oder gar &Uuml;berlegenheit zum therapeutischen Standard (&#8220;Zusatznutzen&#8221;) nicht zu!</p>
<p>Die Arbeit des BfArM ist nicht transparent, und die Zulassung schl&auml;gt bisweil bizarre Bl&uuml;ten: Beispielsweise ist Montelukast bei Kindern nur sehr eingeschr&auml;nkt zugelassen. Diese Einschr&auml;nkungen lassen sich aus den Zulassungsstudien nicht ableiten. (als Folge konnten die Montelukast-Zulassungsstudien nicht f&uuml;r die Nutzenbewertung des IQWiG herangezogen werden, nachzulesen ab <a href="http://www.iqwig.de/download/V06-02B_Abschlussbericht_Interventionen_bei_Kleinkindern_mit_obstruktiven_Atemwegserkrankungen.pdf">S. 59</a> bzw. <a href="http://www.iqwig.de/v06-02b-interventionen-bei-kindern-mit.986.html?tid=1232&amp;phlex_override_command=element">komplett hier</a>)</p>
<p>EbM auf Systemebene wird so von der schwarz-gelben Bundesregierung zugunsten multinationaler Pharmakonzerne abgew&uuml;rgt. Es bliebe dann nur zu hoffen, dass die EbM-Anwender kritisches Augenma&szlig; bewahren. Dies wird noch schwieriger, wenn mit dem IQWiG eine Quelle hochwertiger und deutschsprachiger Evidenz wegf&auml;llt.</p>
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		<title>McStatin und EbM?</title>
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		<pubDate>Sun, 12 Sep 2010 20:24:24 +0000</pubDate>
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				<category><![CDATA[Allgemein]]></category>

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		<description><![CDATA[K&#252;rzlich stolperte ich im D&#196;B &#252;ber die Randnotiz &#8220;McStatin&#8221;: Es wurde die wissenschaftlich-mathematische Gedankenspielerei britischer Autoren (Volltext), zu jedem Fastfood-Men&#252; ein Statin zu reichen, als &#8220;keine Schnapsidee f&#252;r die Stammtischrunde, sondern reine evidenzbasierte Medizin&#8221; bezeichnet. Da Kr&#228;useln sich direkt die Fingern&#228;gel &#8211; und auch die British Heart Foundation hat schon hart zur&#252;ckgerudert. Bei allen Vorbehalten [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>K&uuml;rzlich stolperte ich im D&Auml;B &uuml;ber die <a href="http://www.aerzteblatt.de/v4/archiv/artikel.asp?src=heft&amp;id=78133">Randnotiz &#8220;McStatin&#8221;</a>: Es wurde die wissenschaftlich-mathematische Gedankenspielerei britischer Autoren (<a href="http://www.ajconline.org/article/S0002-9149(10)00870-2/fulltext">Volltext</a>), zu jedem Fastfood-Men&uuml; ein Statin zu reichen, als &#8220;keine Schnapsidee f&uuml;r die Stammtischrunde, sondern reine evidenzbasierte Medizin&#8221; bezeichnet. Da Kr&auml;useln sich direkt die Fingern&auml;gel &#8211; und <a href="http://www.bhf.org.uk/default.aspx?page=12028">auch die British Heart Foundation hat schon hart zur&uuml;ckgerudert</a>. Bei allen Vorbehalten wollte ich einmal mit <a href="http://www.gradeworkinggroup.org/publications/index.htm">GRADE</a> an die Arbeit herangehen (eine sch&ouml;ne Einf&uuml;hrungspr&auml;sentation zu GRADE ist <a href="www.ncddr.org/webcasts/25/webcast25041410.ppt">hier</a>) um die vom D&Auml;B behauptete &#8220;Evidenzbasierung&#8221; zu pr&uuml;fen: Die Intervention wird von den Autoren mittels einer systematischen &Uuml;bersichtsarbeit mit Metaanalyse bewertet (<a href="http://archinte.ama-assn.org/cgi/content/full/166/21/2307">Volltext</a>). Nach GRADE sind nun zu bewerten: Wahl der Outcomes, Wichtigkeit der Outcomes sowie die Qualit&auml;tsbewertung mit den Punkten</p>
<ul>
<li>Studientyp (+/-)</li>
<li>risk of bias (-)</li>
<li>inconsistency (-)</li>
<li>indirectness (-)</li>
<li>imprecision (-)</li>
<li>publication bias (-)</li>
<li>large effect (+)</li>
<li>dose-response (+)</li>
<li>antagonistic bias (+)</li>
</ul>
<p>(-) bedeutet eine m&ouml;gliche Abwertung, (+) eine m&ouml;gliche Aufwertung.</p>
<p>Als Outcome wurde &#8220;major cardiovascular event&#8221; gew&auml;hlt &#8211; das schein erstmal sinnvoll und &uuml;blich, wenngleich man sich &uuml;ber das Poolen von Tod und &uuml;berlebtem Herzinfarkt sicher streiten kann. Als Studientyp wurden RCTs gew&auml;hlt, OK &#8211; wir beginnen also die GRADE-Bewertung bei &#8220;HIGH&#8221;. <em>Risk of bias</em> wird in der Studie als &#8220;study quality&#8221; mit dem Jadad-Score gemessen. Das war 2006 wohl state of the art &#8211; und alle eingeschlossenem RCTs sind hier gut bewertet, also kein Punktabzug. F&uuml;r <em>inconsistency </em>mag man in<a href="http://archinte.ama-assn.org/cgi/content-nw/full/166/21/2307/IRA60010F2"> figure 2</a> auch keinen Grund finden. Der Haken kommt bei <em>indirectness</em>: gr&ouml;&szlig;tensteils Mittel-/Hochrisikopatienten, was auf den normalen Burger-Konsumenten nicht zutrifft, eine andere Intervention (&#8220;bedarfsweise&#8221; Gabe zum Burger vs. Dauermedikation). Ich w&uuml;rde 2 Punkte abziehen &#8211; also Qualit&auml;t schon bei &#8220;LOW&#8221;. <em>Imprecision </em>w&uuml;rde ich nicht diagnostizieren. <em>Publication bias</em> wird nicht diskutiert, ein funnel plot fehlt &#8211; trotzdem kein Punktabzug. <em>Large effect</em> (&#8220;Fallschirme bei Flugzeugabsturz&#8221;) &#8211; n&ouml;! <em>Dose-response</em> &#8211; n&ouml;! (OK, ist zumindest bei der KHK-Behandlung unklar).<em> Antagonistic bias</em> &#8211; da fehlt mir die Phantasie, einen Grund zur Aufwerrung zu finden.</p>
<p>Ohne besondere Skepsis und bei oberfl&auml;chlicher Analyse handelt es sich auf der Haben-Seite ohne Ber&uuml;cksichtigung von unerw&uuml;nschten Wirkungen also um LOW quality evidence nach GRADE. Die Bewertung der Soll-Seite (also das Risko des Burgerverzehrs) wird sicher nicht &uuml;ber VERY LOW hinauskommen. Eine Leitlinienempfehlung w&uuml;rde man auf dieser Evidenzbasis sicher nicht formulieren. Die Aussage &#8220;reine evidenzbasierte Medizin&#8221; des D&Auml;B-Autors erscheint abenteuerlich.</p>
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		<title>D&#196;B bekennt Farbe?</title>
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		<pubDate>Thu, 10 Jun 2010 20:27:07 +0000</pubDate>
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				<category><![CDATA[Allgemein]]></category>

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		<description><![CDATA[Fr&#252;her war die Standard-Methodik in Review-Artikeln im Deutschen &#196;rzteblatt die ber&#252;chtigte &#8220;selektive Literatursuche&#8221;, sprich die willk&#252;rliche Auswahl der Literatur nach Gusto der Autoren. Das vorletzte D&#196;B Nr. 21 &#252;berrascht nicht nur durch ein h&#252;bsches Titelbild (eine freie Interpretation des Themas von mir zur Linken; Foto des Combur 6 von Roche): unter &#8220;Diagnose des Harnwegsinfektes&#8221; eine [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><a href="http://www.ebm-anwender.de/wp-content/uploads/2010/06/BUNTES.jpg"><img class="alignleft size-full wp-image-83" src="http://www.ebm-anwender.de/wp-content/uploads/2010/06/BUNTES.jpg" alt="" width="200" height="151" /></a>Fr&uuml;her war die Standard-Methodik in Review-Artikeln im <a href="http://www.aerzteblatt.de">Deutschen &Auml;rzteblatt</a> die ber&uuml;chtigte &#8220;selektive Literatursuche&#8221;, sprich die willk&uuml;rliche Auswahl der Literatur nach Gusto der Autoren. Das vorletzte <a href="http://www.aerzteblatt.de/v4/archiv/heftinhalt.asp?heftid=3161">D&Auml;B Nr. 21</a> &uuml;berrascht nicht nur durch ein h&uuml;bsches <a href="http://aerzteblatt.lnsdata.de/titel/107/titel21.jpg">Titelbild</a> (eine freie Interpretation des Themas von mir zur Linken; Foto des Combur 6 von Roche): unter &#8220;<a href="http://www.aerzteblatt.de/v4/archiv/artikel.asp?src=heft&amp;id=75307">Diagnose des Harnwegsinfektes</a>&#8221; eine systematische &Uuml;bersichtsarbeit und unter &#8220;<a href="http://www.aerzteblatt.de/v4/archiv/artikel.asp?src=heft&amp;id=75308">Dekubitalgeschw&uuml;re &#8211; Pathophysiologie und Prim&auml;rpr&auml;vention</a>&#8221; ein CME-Beitrag, der gar auf einen sonst als sperrig verschrienen<a href="http://de.wikipedia.org/wiki/Health_Technology_Assessment"> HTA</a>-Bericht fu&szlig;t. Eine lobenswerte Wendung zu (formal) hochqualitativen Arbeiten!</p>
<p>Nun sollte man nur noch bei den Interessenkonflikten Farbe bekennen: Peinliche Unterlassungen, sogar wiederholt, &#8220;renommierter&#8221; Autoren sollten nicht nur den <a href="http://gesundheit.blogger.de/stories/1646177/">Watchblogs</a> und der<a href="http://www.taz.de/1/zukunft/wissen/artikel/1/fehlende-transparenz-1/"> Tagespresse</a> auffallen.</p>
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		<title>Zwei Buchstaben</title>
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		<pubDate>Mon, 31 May 2010 23:22:54 +0000</pubDate>
		<dc:creator>root</dc:creator>
				<category><![CDATA[Allgemein]]></category>

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		<description><![CDATA[Dr. &#8211; was nun? Die gr&#246;&#223;te Quelle freien Wissens, Wikipedia, liefert erstmal reichlich Lesefutter und Links. Erster Punkt: es handelt sich um einen akademischen Grad, keinen Titel &#8211; auch wenn landl&#228;ufig so genannt. Wikipedia hilft freundlicherweise auch bei der korrekten Anrede (Anschrift &#8220;Herr Dr. med. Peter M&#252;ller&#8221;, Anrede &#8220;Sehr geehrter Herr Dr. M&#252;ller&#8221;). Wie f&#252;hrt [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Dr. &#8211; was nun? Die gr&ouml;&szlig;te Quelle freien Wissens, <a href="http://de.wikipedia.org">Wikipedia</a>, liefert erstmal reichlich Lesefutter und Links. Erster Punkt: es handelt sich um einen <a href="http://de.wikipedia.org/wiki/Akademischer_Grad#Abgrenzung_zu_.E2.80.9ETiteln.E2.80.9C">akademischen Grad</a>, keinen Titel &#8211; auch wenn landl&auml;ufig so genannt. Wikipedia hilft freundlicherweise auch bei der korrekten <a href="http://de.wikipedia.org/wiki/Anrede#Wissenschaft">Anrede</a> (Anschrift &#8220;Herr Dr. med. Peter M&uuml;ller&#8221;, Anrede &#8220;Sehr geehrter Herr Dr. M&uuml;ller&#8221;).</p>
<p>Wie f&uuml;hrt man den Dr.? Interessanterweise ist der Doktorgrad der einzige akademische Grad, der in Ausweisdokumente eingetragen wird, obwohl er kein Namensbestandteil ist. Auf den Briefkasten + Klingelschild k&ouml;nnte man ihn auch schreiben (f&uuml;r alle drei finde ich gerade keinen Grund). Von einer eigenm&auml;chtigen &#8220;&Uuml;bersetzung&#8221;, etwa zum PhD, sollte man in Deutschland absehen; der Grad <a href="http://de.wikipedia.org/wiki/Doctor_of_Philosophy#F.C3.BChrung_des_Grades">darf nur so gef&uuml;hrt werden, wie in der Urkunde benannt</a>.</p>
<p>Und international? Offenbar sehr schwierig und im Gespr&auml;ch mit etlichen Kollegen habe ich keine befriedigende Antwort gefunden. Aber der Reihe nach: Die verbindlichste Auskunft zum umgekehrten Thema findet man bei <a href="http://www.anabin.de">anabin</a>, so dass ich erstmal &#8220;r&uuml;ckw&auml;rts&#8221; vorgegangen bin. In den USA gibt es den &#8220;doctor of medicine&#8221;, kurz &#8220;M.D.&#8221;, den es als Berufsdoktorat, also mit Studienabschluss gibt. Anabin f&uuml;hrt keinen PhD f&uuml;r Mediziner, geht aber generell von der &Auml;quivalenz US-PhD = DE-Dr. aus. D&uuml;rfte ich mich also bei der n&auml;chsten Publikation im, sagen wir&#8230; NEJM&#8230; (h&uuml;stel) nun MD+PhD nennen? Doch lieber im BMJ (h&uuml;stel) ver&ouml;ffentlichen? In Gro&szlig;britannien gibt es zahllose Abschl&uuml;sse, etwa den  &#8220;Bachelor of Medicine, MBBS&#8221; &#8211; entsprechend dem DE-Staatsexamen; &#8220;Doctor of/in Medicine, DM/MD&#8221; &#8211; entspricht nicht direkt  vergleichbarem, wohl am ehesten DE-Dr.; &#8220;Doctor of Philosophy, Medical Sciences&#8221; &#8211; entsprechend einem DE-Dr.. Fast jeder Befragte war allerdings der Meinung, dass der PhD in Gro&szlig;britannien dem DE-Professor entspreche. Was nun? &#8220;Nur&#8221; MD w&auml;re in den USA aber tiefgestapelt mangels Abgrenzung zum Berufsdoktorat, in GB OK&#8230;</p>
<p>Aus historischer Perspektive ist &uuml;brigens  das Streben nach dem PhD nicht nachzuvollziehen, da Medizin, Theologie und Recht schon immer Doktorgrade verliehen, nur eben die anderen F&auml;cher nicht, die sich dann unter dem Dach des PhD einfanden (Quelle <a href="http://en.wikipedia.org/wiki/Doctor_of_Philosophy#History">1</a>, <a href="http://en.wikipedia.org/wiki/Academic_degree#Overview">2</a>, <a href="http://en.wikipedia.org/wiki/Doctor_of_Medicine#History_of_the_medical_degree">3</a>).</p>
<p>Wie immer bin ich gespannt auf Ihre Kommentare!</p>
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		<title>Verminderte Aktivit&#228;t</title>
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		<pubDate>Wed, 03 Sep 2008 20:27:32 +0000</pubDate>
		<dc:creator>root</dc:creator>
				<category><![CDATA[Allgemein]]></category>

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		<description><![CDATA[Liebe Leser, wie Sie vielleicht bemerkt haben komme ich in letzer Zeit selten zum Schreiben f&#252;r das Blog. Dies wird sich in den n&#228;chsten Wochen nicht &#228;ndern, (guter) Grund daf&#252;r ist meine Dissertation. Das Forum werde ich abschalten, da es nicht genutzt wird und regelm&#228;&#223;iger Pflege der Software bedarf. Die Kommentarfunktion der einzelnen Beitr&#228;ge funktioniert [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Liebe Leser,<br />
wie Sie vielleicht bemerkt haben komme ich in letzer Zeit selten zum Schreiben f&uuml;r das Blog. Dies wird sich in den n&auml;chsten Wochen nicht &auml;ndern, (guter) Grund daf&uuml;r ist meine Dissertation.<br />
Das Forum werde ich abschalten, da es nicht genutzt wird und regelm&auml;&szlig;iger Pflege der Software bedarf. Die Kommentarfunktion der einzelnen Beitr&auml;ge funktioniert weiterhin, so dass Sie sich mit den anderen Lesern und mir austauschen k&ouml;nnen.<br />
Meine aber Empfehlungen, die Sie im rechten Seitenbereich des Blogs oder <a href="http://www.google.com/reader/shared/user/05751607224878460092/state/com.google/broadcast">-&gt;hier&lt;-</a> lesen k&ouml;nnen werden st&auml;ndig aktualisiert &#8211; schauen Sie also wieder mal vorbei!</p>
<p>Gastbeitr&auml;ge ver&ouml;ffentlich ich gerne.<em><br />
Ihr Martin Gerken</em></p>
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		</item>
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		<title>Einer f&#252;r alle &#8211; Behandlung ohne Symptombezug?</title>
		<link>http://www.ebm-anwender.de/61/einer-fuer-alle-behandlung-ohne-symptombezug/</link>
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		<pubDate>Fri, 18 Jul 2008 12:23:10 +0000</pubDate>
		<dc:creator>root</dc:creator>
				<category><![CDATA[Allgemein]]></category>

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		<description><![CDATA[Es zeigt sich ein neuer Trend: vermehrt werden nicht mehr Einzelkrankheiten oder Einzelsymptome, sondern komplexe Krankheiten und Risikokonstellationen, wie Typ-2 Diabetes oder kardiovaskul&#228;res Hochrisiko behandelt. Beispiele sind aktuelle Studien wie ONTARGET oder ADVANCE. Hier werden Patienten mit Wirkstoffen oder fixen Wirkstoffkombinastionen behandelt, die traditionell gezielt und kontrolliert gegen einzelne Krankheiten bzw. Symptome &#8211; hier den [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Es zeigt sich ein neuer Trend: vermehrt werden nicht mehr Einzelkrankheiten oder Einzelsymptome, sondern komplexe Krankheiten und Risikokonstellationen, wie Typ-2 Diabetes oder kardiovaskul&auml;res Hochrisiko behandelt. Beispiele sind aktuelle Studien wie <a href="http://www.ebm-anwender.de/50/ontarget-gedanken-zu-studie-surrogatendpunkten/">ONTARGET</a> oder <a href="http://www.ncbi.nlm.nih.gov/sites/entrez?Db=pubmed&amp;Cmd=ShowDetailView&amp;TermToSearch=17765963&amp;ordinalpos=1&amp;itool=EntrezSystem2.PEntrez.Pubmed.Pubmed_ResultsPanel.Pubmed_RVDocSum">ADVANCE</a>. Hier werden Patienten mit Wirkstoffen oder fixen Wirkstoffkombinastionen behandelt, die traditionell gezielt und kontrolliert gegen einzelne Krankheiten bzw. Symptome &#8211; hier den Bluthochdruck &#8211; eingesetzt wurden.</p>
<p>In einem sch&ouml;nen <a href="http://content.nejm.org/cgi/content/full/NEJMp0803740">Editorial von Krumholz und Lee im NEJM</a> wird betont, dass Therapiestrategien und nicht Einzelma&szlig;nahmen gepr&uuml;ft werden, dass somit Marker&amp;Zielgr&ouml;&szlig;en nicht ohne die sie g&uuml;nstig beeinflussende Strategie genutzt werden sollten, und das Leitlinien gepr&uuml;fte Therapiestrategien unter expliziter Abw&auml;gung von Krankheitsrisiken, Behandlungsrisiken und m&ouml;glichem Behandlungsnutzen empfehlen sollen. Dabei sei das individuelle Risiko zu ber&uuml;cksichtigen.</p>
<p>F&uuml;hren solche monolithischen Therapiestrategien zwangsweise zur <a href="http://www.bmj.com/cgi/content/abstract/326/7404/1419?maxtoshow=&amp;HITS=10&amp;hits=10&amp;RESULTFORMAT=&amp;fulltext=wald+polypill+2003&amp;searchid=1&amp;FIRSTINDEX=10&amp;resourcetype=HWCIT">&#8220;polypill&#8221;</a>? Ist das ein klassisches Beispiel, wo EbM zur Kochbuchmedizin f&uuml;hrt? Oder ist das das Gegengift gegen immer neue Medikamente, die lediglich Surrogate irrelevant beeinflussen?</p>
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		</item>
		<item>
		<title>6. Schritt der Evidenz-basierten klinischen Medizin?</title>
		<link>http://www.ebm-anwender.de/60/6-schritt-der-evidenz-basierten-klinischen-medizin/</link>
		<comments>http://www.ebm-anwender.de/60/6-schritt-der-evidenz-basierten-klinischen-medizin/#comments</comments>
		<pubDate>Wed, 25 Jun 2008 13:30:32 +0000</pubDate>
		<dc:creator>root</dc:creator>
				<category><![CDATA[Allgemein]]></category>
		<category><![CDATA[EbM]]></category>

		<guid isPermaLink="false">http://www.ebm-anwender.de/?p=60</guid>
		<description><![CDATA[Die klassischen Schritte der EbM zur L&#246;sung eines klinischen Problems sind (stark verk&#252;rzt) wie folgt: Formulierung einer suchtauglichen Frage Suche nach der besten Evidenz Kritische Wertsch&#228;tzung der gefundenen Evidenz Anwendung in der Praxis Evaluation (nach dem EbM-Tutorial, Uni Witten/Herdecke) Nun schlagen D. Keister und J. Tilson in der Zeitschrift EBM 2008;13(3):69 als weiteren Schritt &#8220;proactive [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Die klassischen Schritte der EbM zur L&ouml;sung eines klinischen Problems sind (stark verk&uuml;rzt) wie folgt:</p>
<ol>
<li>Formulierung einer suchtauglichen Frage</li>
<li>Suche nach der besten Evidenz</li>
<li>Kritische Wertsch&auml;tzung der gefundenen Evidenz</li>
<li>Anwendung in der Praxis</li>
<li>Evaluation</li>
</ol>
<p>(nach dem <a href="http://www.medizinalrat.de/Eb_Medicine/EbM_-_Theorie_und_Handwerkszeu/ebm_-_theorie_und_handwerkszeu1.html">EbM-Tutorial, Uni Witten/Herdecke</a>)</p>
<p>Nun schlagen D. Keister und J. Tilson in der Zeitschrift <a href="http://ebm.bmj.com">EBM</a> 2008;13(3):69 als weiteren Schritt &#8220;proactive monitoring for newy emerging evidence&#8221;, also die aktive Suche nach neuem Wissen als weiteren Standard-Schritt vor.</p>
<p>Auch wenn ich etwas Probleme habe, mir das in dieser strengen Form vorzustellen (m&uuml;sste man doch f&uuml;r jede [der irgendwann zahllosen!] beantwortete Frage die Suchstrategie speichern und regelm&auml;&szlig;ig laufen lassen), so kann ich mir doch eine &#8220;abgespeckte&#8221; Strategie vorstellen:</p>
<ol>
<li>F&uuml;r das eigene Fachgebiet wird ein Benachrichtigunsdienst abonniert. Ich bin da mit <a href="http://www.bmjupdates.com">BMJ Updates</a>, einem alerting service unter dem Dach von BMJ und McMaster University recht zufrieden. Dort bewerten Fachkollegen Artikel und man erh&auml;lt ab einen einstellbaren Wert f&uuml;r Neuigkeit und Relevanz eine Email.</li>
<li>F&uuml;r besondere &#8220;Steckenpferde&#8221; speichert man bei <a href="http://www.ncbi.nlm.nih.gov/entrez/cubby.fcgi">Pubmed-MyNCBI</a> eine ausreichend spezifische Suchstrategie und abonniert die Benachrichtigungs-Email oder den RSS-Feed. (das eignet sich eher nicht f&uuml;r breite Themen, wie KHK)</li>
</ol>
<p>Finden Sie den &#8220;6. Schritt&#8221; vern&uuml;nftig und durchf&uuml;hrbar? Was tun Sie um aktuell zu bleiben?</p>
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		<title>Primum nil nocere</title>
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		<pubDate>Mon, 02 Jun 2008 19:38:20 +0000</pubDate>
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				<category><![CDATA[Allgemein]]></category>

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		<description><![CDATA[&#8230; oder &#8220;first do no harm&#8221; &#8211; an die hippokratische Regel, vor allem nicht zu schaden sollte nochmal erinnert werden. Als Arzt ist man ja oft in der Rolle &#8220;etwas tun zu m&#252;ssen&#8221; &#8211; und dadurch gew&#246;hnt man sich daran, etwas tun zu wollen. Aus eigener Erfahrung und aus vielen Leserbriefen im &#196;rztblatt weiss ich, [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><img class="alignleft" style="float: left;" src="http://www.ebm-anwender.de/wp-content/uploads/2008/06/roteskreuz.gif" alt="" width="100" height="100" />&#8230; oder &#8220;first do no harm&#8221; &#8211; an die hippokratische Regel, vor allem nicht zu schaden sollte nochmal erinnert werden. Als Arzt ist man ja oft in der Rolle &#8220;etwas tun zu m&uuml;ssen&#8221; &#8211; und dadurch gew&ouml;hnt man sich daran, etwas tun zu wollen. Aus eigener Erfahrung und aus vielen Leserbriefen im &Auml;rztblatt weiss ich, dass der Arzt im Allgemeinen etwas tun will &#8211; auch dann, wenn es keinen Nutzenbeleg gibt. &#8220;Wird schon nicht schaden&#8221;, lautet oft die Begr&uuml;ndung. Auch wenn man den Geldbeutel mal vergi&szlig;t, ist gut gemeint aber nicht gut getan. Ein solches klassisches Beispiel von &#8220;gut gemeint&#8221; wurde gerade im BMJ zerlegt: Die Blutzuckerselbstmessung bei Typ-2 Diabtikern. In der <a href="http://www.bmj.com/cgi/content/full/336/7654/1174">ESMON-Studie</a>, der <a href="http://www.bmj.com/cgi/content/full/336/7654/1177">DIGEM-Studie</a> und dem zugeh&ouml;rigen <a href="http://www.bmj.com/cgi/content/full/336/7654/1139">Editoral</a> wird berichtet, dass diese einfache und logisch erscheinende Intervention nicht die Blutzuckereinstellung verbessert. Daf&uuml;r sind als Nebenwirkung die Selbstmesser depressiver.</p>
<p>Auch bei noch unverd&auml;chtigeren Interventionen wie Schulungen sind negative Wirkungen m&ouml;glich. Ein Beispiel aus meiner aktuellen Arbeit: Asthmaschulung f&uuml;r Eltern kranker Kinder k&ouml;nnte z.B. durch ein mehr an Therapieverantwortung f&uuml;r die Eltern durch mehr Sorge deren Lebensqualit&auml;t senken&#8230;</p>
<p>Logisch ist nicht biologisch!</p>
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		<title>Fluch und Segen des Fortschritts &#8211; das Dilemma der EbM in agilen Forschungsfeldern</title>
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		<pubDate>Thu, 15 May 2008 10:42:53 +0000</pubDate>
		<dc:creator>root</dc:creator>
				<category><![CDATA[Allgemein]]></category>

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		<description><![CDATA[In einem Editorial zu HIV-Behandlung im aktuellen NEJM beschreiben Hirschel und Calmy das Problem der Nutzenbewertung bzw. Wissensgenerierung in sich schnell &#228;ndernden Bereichen, wie Onkologie und vor allem HIV: &#8230;Phase 4 studies that compare treatment strategies are desirable, but they are difficult to do. In a rapidly moving field such as HIV therapy, what is [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>In einem <a href="http://content.nejm.org/cgi/content/full/358/20/2170">Editorial zu HIV-Behandlung im aktuellen NEJM</a> beschreiben Hirschel und Calmy das Problem der Nutzenbewertung bzw. Wissensgenerierung in sich schnell &auml;ndernden Bereichen, wie Onkologie und vor allem HIV:</p>
<blockquote><p>&#8230;Phase 4 studies<sup> </sup>that compare treatment strategies are desirable, but they are<sup> </sup>difficult to do. In a rapidly moving field such as HIV therapy,<sup> </sup>what is the &#8220;reference treatment&#8221;? Trials have to be large and<sup> </sup>continue for a long time, and patients may vote with their feet<sup> </sup>and refuse to continue with a therapy that they judge, rightly<sup> </sup>or wrongly, to be inferior to the latest miracle drug. And large<sup> </sup>trials that continue for a long time are expensive. Drug companies<sup> </sup>have little to gain, and much to lose, from comparing one of<sup> </sup>their already marketed drugs with another that may be better&#8230;.</p></blockquote>
<p>Die Nutzenbewertung ist schwierig, wenn es keinen klaren Standard zum Vergleich gibt (es geht ja in der Regel um Fragestellungen, f&uuml;r die es Behandlungsm&ouml;glichkeiten gibt, also wo ein Placebovergleich fragw&uuml;rdig ist) &#8211; und schlimmer noch: die Wissensgenerierung kann den neuen Trends nicht mehr hinterherkommen. Harte klinische Endpunkte erfordern meist lange dauernde Studien &#8211; deren Fragestellung ist am Ende aber vielleicht nicht mehr interessant. Kein Wunder, dass die Pharmaindustrie wenig geneigt ist, so zu forschen. Mit Patienten, die Zugang zu Informationen &uuml;ber Neuheiten in der Medizin haben, wird es auch schwierig, diese in einer entsprechenden Studie zu halten &#8211; zu gro&szlig; sind die Heilsversprechen des Neuen.</p>
<p>Ein M&ouml;glicher Ansatz sind die Zulassungsbeh&ouml;rden: nur sie k&ouml;nnen Firmen zu unbequemer Forschung zwingen. Sie m&uuml;ssen Endpunktstudien erzwingen und auch deren Durchf&uuml;hrung &uuml;berwachen (bekannterma&szlig;en l&auml;&szlig;t man sich hier gerne viel Zeit). Begrenzt kann auch &ouml;ffentlich finanzierte klinische Forschung helfen (ein Beispiel w&auml;re die <a href="http://images.zeit.de/text/2008/20/M-Makuladegeneration">Bremer VIBERA-Studie</a>).</p>
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		<title>Infomanagement im Web 2.0 mit Schwerpunkt Medizin &amp; EbM</title>
		<link>http://www.ebm-anwender.de/46/infomanagement-im-web-20-mit-schwerpunkt-medizin-ebm/</link>
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		<pubDate>Wed, 16 Apr 2008 20:13:34 +0000</pubDate>
		<dc:creator>root</dc:creator>
				<category><![CDATA[Allgemein]]></category>
		<category><![CDATA[Webseiten]]></category>
		<category><![CDATA[Web2.0]]></category>

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		<description><![CDATA[Web 2.0 ist das Schlagwort, was f&#252;r Mitwirkung, offene Standards, Weiterverwendung, Nutzerfreundlichkeit&#8230; steht. Einige Grundlagen und f&#252;r Medizin &#38; EbM relevante Dienste und Seiten mit Schwerpunkt Informationsmanagement werde ich vorstellen. 1. RSS Was ist das? RSS kehrt aus Sicht des Nutzers den Informationsflu&#223; um: Inhalte (s.u.) werden &#8220;abonniert&#8221; und laufen an einer Stelle (Reader, s.u.) [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><img src="http://www.ebm-anwender.de/wp-content/uploads/2008/04/buecherregal.jpg" alt="B&uuml;cherregal" align="left" /><a href="http://de.wikipedia.org/wiki/Web_2.0?rel=nofollow">Web 2.0</a> ist das Schlagwort, was f&uuml;r <a href="http://nerdwideweb.com/web20/#web20de">Mitwirkung, offene Standards, Weiterverwendung, Nutzerfreundlichkeit</a>&#8230; steht. Einige Grundlagen und f&uuml;r Medizin &amp; EbM relevante Dienste und Seiten mit Schwerpunkt Informationsmanagement werde ich vorstellen.</p>
<h2>1. RSS</h2>
<h3>Was ist das?</h3>
<p>RSS kehrt aus Sicht des Nutzers den <a href="http://de.sevenload.com/videos/CkoqCoq-RSS-in-verstaendlichem-Deutsch">Informationsflu&szlig; um</a>: Inhalte (s.u.) werden &#8220;abonniert&#8221; und laufen an einer Stelle (Reader, s.u.) automatisch zusammen. Im Gegensatz zu Webseiten mu&szlig; man nicht regelm&auml;&szlig;ig selber nach Aktualisierungen schauen &#8211; und eine Emailadresse, wie bei einem Email-Abo muss man auch nicht angeben: <em>Kontrolle und Komfort.</em></p>
<p>RSS ist ein <a href="http://de.wikipedia.org/wiki/RSS">standardisiertes Nachrichtenformat</a>, wobei &#8220;Nachricht&#8221; hier in einem sehr allgemeinen Sinne gemeint ist. Diese sind mit zus&auml;tzlichen Informationen (von Zeitstempeln bis Geolokalisierung ist alles denkbar) in maschinenlesbarer Form verkn&uuml;pft. Interessant wird RSS durch die in diesem Format verf&uuml;gbaren Inhalte und die dank Standardisierung und maschinenlesbarer Meta-Daten m&ouml;gliche automatische Weiterverarbeitung.</p>
<h3>Inhalte</h3>
<p>An Inhalten gibt es u.a. <a href="http://de.wikipedia.org/wiki/Blog">Blogs</a> (urspr&uuml;nglich Web-Tageb&uuml;cher, inzwischen aber wie dieses Blog mehr thematisch fokussierte Seiten mit regelm&auml;&szlig;igen Beitr&auml;gen und Kommentierungsm&ouml;glichkeit), <a href="http://content.nejm.org/rss/">eTOCs </a>(Inhaltsverzeichnise und &#8220;early releases&#8221; von Zeitschriften, idR mit Abstracts), jegliche Art von Neuigkeiten (zB Meldungen von <a href="http://www.bfarm.de/cln_029/nn_424276/DE/Service/RSS-Feed/rss-node.html__nnn=true">Zulassungsbeh&ouml;rden</a>, <a href="http://www.ebm-netzwerk.de/veranstaltungen">Veranstaltungshinweise</a>, Aktualisierungshinweise von <a href="http://www.versorgungsleitlinien.de/search_rss?portal_type%3Alist=News+Item&amp;review_state=published&amp;sort_on=Date&amp;sort_order=reverse">Leitlinien</a>) sowie Suchergebnisse <a href="http://www.ncbi.nlm.nih.gov/books/bv.fcgi?rid=helppubmed.section.pubmedhelp.Saving_and_Emailing_#pubmedhelp.Saving_searches_as_R">gespeicherter Suchanfragen</a>, Zitierungsalarme&#8230;</p>
<p>Seiten, die einen RSS-Feed haben, zeigen das in der Regel duch das orange Icon <img src="http://www.ebm-anwender.de/wp-content/uploads/2008/04/feed-icon-14x14.png" alt="RSS feed icon (von http://www.feedicons.com )" align="bottom" />. Moderne Browser wie <a href="http://www.mozilla-europe.org/de/products/firefox/">Firefox</a> und IE7 zeigen einen RSS-Feed zus&auml;tzlich durch das RSS-Symbol in der Addressleiste an (&auml;ltere Browser, wie IE5/IE6, Netscape oder Mozilla k&ouml;nnen generell nicht mehr empfohlen werden).</p>
<h3>Reader</h3>
<p>RSS-Feeds werden mit einem &#8220;Feedreader gelesen&#8221;. Diese gibt es als normale Anwendung, die man auf dem Computer installiert (z.B. <a href="http://www.rssowl.org/">RSSOwl</a>, <a href="http://www.disobey.com/amphetadesk/">Amphetadesk</a> aber auch das Mailprogramm <a href="http://www.mozilla-europe.org/de/products/thunderbird/">Thunderbird</a>) und als webbasierte L&ouml;sung (z.B. <a href="http://www.bloglines.com/">Bloglines</a>, <a href="http://www.netvibes.com/">Netvibes</a>, <a href="http://www.google.de/reader">Google Reader</a>) [<a href="http://www.dmoz.org/Computers/Software/Internet/Clients/WWW/Feed_Readers/">mehr...</a>]. Beides hat Vor- und Nachteile und letztlich entscheiden die pers&ouml;nlichen Vorlieben. Ich nutze den <a title="Meine empfohlenen Artikel aus dem Google Reader" href="https://www.google.com/reader/shared/05751607224878460092">Google Reader</a>.</p>
<h2>2a. Informationsverwaltung: Bookmarks</h2>
<p>Die eigene Bookmarksammlung (&#8220;Favoriten&#8221; IE-Jargon) ins Netz zu verlegen ist aus vielen Gr&uuml;nden sinnvoll: sie k&ouml;nnen von jedem Rechner (B&uuml;ro, Internetcafe&#8230;) zugreifen und haben sie gegen Datenverlust gesch&uuml;tzt. Bookmarks werden dabei in eine &ouml;ffentlich zug&auml;nglichen und einen pa&szlig;wortgesch&uuml;tzten privaten Teil getrennt. Bookmarks k&ouml;nnen mit Schlagw&ouml;rtern (&#8220;tags&#8221;) versehen werden. &Uuml;ber tags k&ouml;nnen eigene und fremde Bookmarks thematisch sortiert und gesucht werden. Man kann auch sehen, was andere Nutzer noch bebookmarkt haben, die die selben Bookmarks haben. So erschlie&szlig;en sich mit wenigen Mausclicks neue interessante und oft relevante Quellen. Und (nur) wenn man will teilt man seinen Bookmark-Schatz mit der Welt. Beispiel f&uuml;r solche &#8220;Social Bookmarking&#8221;-Dienste sind <a href="http://del.icio.us/">Delicious</a>, <a href="http://www.mister-wong.de/">Mr. Wong</a>, <a href="http://www.diigo.com/">Diigo</a> und <a href="http://www.ebizmba.com/articles/social30">zahllose andere</a>&#8230; Ich nutze <a title="Berufliche Bookmarksammlung" href="http://del.icio.us/klinpharm">Delicious</a>. <em>PS: Beitr&auml;ge aus diesem Blog k&ouml;nnen Sie mit den kleinen Icons unter dem Text direkt bei einige Bookmaring-Diensten speichern.</em></p>
<h2>2b. Informationsverwaltung: Literatur</h2>
<p>Auch die eingene Literatursammlung kann mit Zusatznutzen ins Web: Bei Diensten wie <a href="http://www.connotea.org/">Connotea</a> und<a href="http://www.citeulike.org/"> CiteULike</a> k&ouml;nnen Literaturstellen eingeben &#8211; oder ganz bequem aus Datenbanken wie PubMed oder der eigenen Literaturdatenbank importiert werden. Auch hier gibt es eigene Schlagw&ouml;rter Kommentare und eine Diskussionsfunktion mit anderen Nutzern, die den selben Artikel aufgenommen haben. Zum Bibliographieren in eigene Texten geht es dann mit der Exportfunktion zur&uuml;ck in die eigene Literaturverwaltung. Beruflich nutze ich <a href="http://refworks.com/">Refworks</a>, eine eher &#8220;klassische&#8221; jedoch webbasierte Literaturverwaltung, die leider nicht kostenlos ist.</p>
<h2>3. MashUps</h2>
<p>Die <a href="http://de.wikipedia.org/wiki/Mashup_%28Internet%29">MashUps</a> bauen aus den in Internet verf&uuml;gbaren Informationsbausteinen neue Dienste. Ein Beispiel ist <a href="http://www.healthmap.org/en">HealthMap</a>, wo aus RSS-Feeds zu Epidemien, Geolokalisierung und Google Maps ein st&auml;ndig aktuelle Nachrichtenlandkarte entsteht.</p>
<p>Probieren Sie den einen oder andern Dienst doch einfach aus! Es wird Vieles vereinfacht und Neues m&ouml;glich.<br />
<em> Nutzen Sie die Kommentarfunktion, um Ihre Erfahrungen zu teilen!</em></p>
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