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	<title>EbM-Anwender - Blog für angewandte Evidenzbasierte Medizin &#187; Studien</title>
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	<description>Angewandte Evidenzbasierte Medizin</description>
	<lastBuildDate>Thu, 10 Jun 2010 20:27:07 +0000</lastBuildDate>
	
	<language>en</language>
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	<creativeCommons:license>http://creativecommons.org/licenses/by-nc-sa/3.0/de/</creativeCommons:license>		<item>
		<title>ONTARGET &#8211; Gedanken zu Studie &amp; Surrogatendpunkten</title>
		<link>http://www.ebm-anwender.de/50/ontarget-gedanken-zu-studie-surrogatendpunkten/</link>
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		<pubDate>Mon, 21 Apr 2008 06:00:38 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Martin Gerken</dc:creator>
				<category><![CDATA[Studien]]></category>
		<category><![CDATA[bpr3]]></category>
		<category><![CDATA[Endpunkte]]></category>
		<category><![CDATA[Studienbewertung]]></category>

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		<description><![CDATA[In der ONTARGET-Studie (NEJM 2008;358:1547, Editorial, Designpublikation) wird Telmisartan 80mg gegen Ramipril 10 mg und die Kombination von beidem bei kardiovaskul&#228;ren Hochrisikopatienten gepr&#252;ft. Sie wird nat&#252;rlich als Marketingargument f&#252;r simple Schlu&#223;folgerungen zugunsten des 6x teureren Pr&#228;parates genutzt &#8211; als Grund f&#252;r ein paar spezielle und allgemeine Gedanken:
Eingeschlossen wurden Menschen ab 55 Jahren mit bestehender KHK, [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><img class="alignleft size-full wp-image-51" style="float: left;" title="ontarget" src="http://www.scienceblogs.de/weitergen/blogging%20on%20peer-reviewed%20research%20white.png" alt="blogging on peer-reviewed research white.png" width="120" />In der <a href="http://www.ontarget.cardio.on.ca/">ONTARGET</a>-Studie (<a href="http://content.nejm.org/cgi/content/abstract/358/15/1547">NEJM 2008;358:1547</a>, <a href="http://content.nejm.org/cgi/content/extract/358/15/1615">Editorial</a>, <a href="http://www.ncbi.nlm.nih.gov/pubmed/15215792">Designpublikation</a>) wird <a href="http://www.drugbank.ca/cgi-bin/getCard.cgi?CARD=APRD01247">Telmisartan</a> 80mg gegen <a href="http://www.drugbank.ca/cgi-bin/getCard.cgi?CARD=DB00178">Ramipril</a> 10 mg und die Kombination von beidem bei kardiovaskul&auml;ren Hochrisikopatienten gepr&uuml;ft. Sie wird nat&uuml;rlich als Marketingargument f&uuml;r <a href="http://www.aerztezeitung.de/medizin/krankheiten/herzkreislauf/?sid=489347">simple Schlu&szlig;folgerungen</a> zugunsten des 6x teureren Pr&auml;parates genutzt &#8211; als Grund f&uuml;r ein paar spezielle und allgemeine Gedanken:</p>
<p><strong>Eingeschlossen </strong>wurden Menschen ab 55 Jahren mit bestehender KHK, pAVK, Schlaganfall oder Diabetes mellitus. Ausschlu&szlig;gr&uuml;nde waren u.a. Unvertr&auml;glichkeit der Pr&uuml;fmedikation, Herzinsuffizienz, unkontrollierter Bluthochdruck,  Nierenarterienstenose und Leberfunktionsst&ouml;rung. Konnte kein ACE-Hemmer genommen werden, wurde in den TRANSCEND-Arm (Telmisartan vs. Placebo, hier nicht berichtet) gewechselt.</p>
<p>Es wurden 29019 Patienten in einer einfach-blinden Run-in Phase bis zur halben Dosis Telmisarten+Ramipril aufdosiert. Davon konten 25620 Patienten (88%) in 700 Zentren aus 40 L&auml;ndern weltweit im Verh&auml;ltnis 1:1:1 mittels eines zentralen Telefondienstes randomisiert werden. Weitere Details zur Rekrutierung,  Randomisierung und Verblindung fehlen leider.</p>
<p>Prim&auml;rer <strong>Endpunkt</strong> (PEP) war ein kombinierter Endpunkt aus kardiovaskul&auml;rem Tod, Herzinfarkt, Schlaganfall oder Krankenhausaufenthalt wegen Herzinsuffizenz. Ein solcher Endpunkt ist als &#8220;&uuml;blich&#8221; zu betrachten und entsprach bis Hospitalisationen dem der <a href="http://www.diabetes-world.net/Portal-f%C3%BCr-Fachleute-Mediziner-und-Therapeuten/Literatur-und-Studien/Grosse-Diabetesstudien/HOPE-Studie.htm?ID=4786">HOPE-Studie</a>. Er leidet allerdings an der Kombination verschieden wertiger Ereignisse (Tod vs. Krankenhausaufenthalt) und verschieden &#8220;harten&#8221; Ereignissen. Die Subjektivit&auml;t wurde durch ein zentrales Endpunktbewertung vermindert. Die genaue <a href="http://www.ontarget.cardio.on.ca/Downloads/FinalDefNov2102.pdf">Endpunktdefinition versteckt sich</a> auf der Studienwebseite. Weitere (sekund&auml;re) Endpunkte und Subgruppen waren vorgeplant.</p>
<p><strong>Statistisch</strong> ist ONTARGET so angelegt, dass erst Nicht-Unterlegenheit von Telmisartan gegen Ramipril getestest wird und dann ggf. &Uuml;berlegenheit. Bei Non-Inferiority-Studien wird zuerst die Effektst&auml;rke der Vergleichssubstanz festgelegt. Hierzu wurden Daten der HOPE-Studie herangezogen. Man hat es sich aber etwas einfacher gemacht und nicht die errechnete HR von 0,775 f&uuml;r den Kompositendpunkt, sondern die 40. Perzentile des Sch&auml;tzers, also HR 0,794 genommen. F&uuml;r Nicht-Unterlegenheit wurde der Erhalt von 50% dieser schon konservativ gesch&auml;tzten Wirkung gefordert. Eine strengere Definition von Nicht-Unterlegenheit h&auml;tte die Patientenzahlen massiv erh&ouml;ht. Ansonsten wurde das Signifikanzniveau entsprechend adjustiert, sowie drei geplante Interimsanalysen durchgef&uuml;hrt.</p>
<p>Eine lesenwerte &Uuml;bersicht zu Nicht-Unterlegenheitsstudien ist von <a href="http://www.annals.org/cgi/reprint/145/1/62.pdf">Kaul &amp; Diamond, Ann Intern Med. 2006;145:62</a> erschienen.</p>
<p><span id="more-50"></span>Die <strong>Patienten </strong>waren im Durchschnitt 66,4 Jahre alt, haupts&auml;chlich (73%) m&auml;nnlich, haben einen BMI von 28 und bezeichnen sich als europ&auml;ischer Ethnie (73%). Fast die H&auml;lfte  (49%) hat einen Herzinfarkt hinter sich, ein Drittel (35%) eine stabile Angina pectoris, ein F&uuml;nftel (21%) einen Schlaganfall/TIA &#8211; insgesamt 85% sind kardiovaskul&auml;r krank. An Risikofaktoren bringen 68% einen Bluthochdruck, 37% eine Diabetes mellitus mit; 12,5% sind aktive, 52% Ex-Raucher. Sie sind umfassend vorbehandelt: Thrombozytenaggregationshemmer 81%, Statine 62%, Betablocker 57%, Diuretika 28%, ACE-Hemmer 57,5%, ARB 8,6%. Der Blutdruck liegt bei run-in bei 143/82 mmHg, zur Randomisierung bei 134/77 mmHg.</p>
<p>Die Monotherapie-Gruppen erhielten jeweils erg&auml;nzend passendes Placebo. Die Ramipril-Medikation wurde in den ersten 2 Wochen von 5 auf 10 mg aufdosiert. Die Patienten wurden alle 6 Monate gesehen. Geplant war eine Laufzeit bis Mitte 2007, entsprechend 3,5-5,5 Jahren.</p>
<p><strong>Ergebnisse</strong>: 25577 Patienten (99,8%) konnten nachverfolgt und nach dem ITT-Prinzip ausgewertet werden. Sie waren im Durchschnitt 4,7 Jahre in der Studie. &Uuml;ber die verlorenen Patienten wird nicht berichtet, ein Flowchart nach <a href="http://www.consort-statement.org/index.aspx?o=1030">CONSORT</a> wird nicht vorgelegt.</p>
<p>Der <strong>PEP </strong>wird von 1412 (16,5%) Patienten in der Ramipril-Gruppe, 1423 (16,7%) in der Telmisartan-Gruppe und 1386 (16,3%) in der Kombitherapie-Gruppe erreicht. Die risk ratio zwischen Ramipril und Telmisartan betr&auml;gt 1,04 [0,94-1,09]. Sie erf&uuml;llt somit das Kriterium f&uuml;r Nicht-Unterlegenheit, jedoch nicht das f&uuml;r &Uuml;berlegenheit. Telmisartan erh&auml;lt damit 95% [83,2-106,3%] des Effektes von Ramipril vs. Palcebo.<br />
Der Endpunkt wird zu 43% von Tod aus kardiovaskul&auml;rer Ursache getrieben, die anderen Komponenten steuern etwa gleich viel Ereignisse bei. Keine Endpunktkomponente f&auml;llt dabei deutlich raus. Leider lassen sich die Daten aus Table 3 nicht gegenrechnen, auch die Gesamtereigniszahl lt. Fu&szlig;note (* = kann mehrfach eintreten) kann ich nicht durch Summieren kontrollieren.</p>
<table style="border-collapse: collapse; width: 348pt;" border="0" cellspacing="0" cellpadding="0" width="463">
<col style="width: 97pt;" width="129"></col>
<col style="width: 83pt;" width="110"></col>
<col style="width: 75pt;" width="100"></col>
<col style="width: 93pt;" width="124"></col>
<tbody>
<tr style="height: 12.75pt;" height="17">
<td class="xl24" style="height: 12.75pt; width: 97pt;" width="129" height="17"><em><strong>Outcome</strong></em></td>
<td style="width: 83pt;" width="110"><em>Ramipril</em></td>
<td style="width: 75pt;" width="100"><em>Telmisartan</em></td>
<td style="width: 93pt;" width="124"><em>Kombi</em></td>
</tr>
<tr style="height: 12.75pt;" height="17">
<td style="height: 12.75pt;" height="17">PEP</td>
<td>1412 (16,5%)</td>
<td>1423 (16,7%)</td>
<td>1386 (16,3%)</td>
</tr>
<tr style="height: 12.75pt;" height="17">
<td style="height: 12.75pt;" height="17">Herzinfarkt *</td>
<td>413 (4,8%)</td>
<td>440 (5,2%)<span> </span></td>
<td>438 (5,2%)</td>
</tr>
<tr style="height: 12.75pt;" height="17">
<td style="height: 12.75pt;" height="17">Schlaganfall *</td>
<td>405 (4,7%)</td>
<td>369 (4,3%)</td>
<td>373 (4,4%)</td>
</tr>
<tr style="height: 12.75pt;" height="17">
<td style="height: 12.75pt;" height="17">Hospitalisierung HF *</td>
<td>354 (4,1%)</td>
<td>394 (4,6%)</td>
<td>332 (3,9%)</td>
</tr>
<tr style="height: 12.75pt;" height="17">
<td style="height: 12.75pt;" height="17">kardiovask. Tod</td>
<td>603 (7,0%)</td>
<td>598 (7,0%)</td>
<td>620 (7,3%)</td>
</tr>
<tr style="height: 12.75pt;" height="17">
<td style="height: 12.75pt;" height="17">Tod gesamt</td>
<td>1014 (11,8%)</td>
<td>989 (11,5%)</td>
<td>1065 (12,5%)</td>
</tr>
</tbody>
</table>
<p>Von den sekund&auml;ren Endpunkten wird keiner bis auf vermehrte Nierenst&ouml;rungen in der Kombi-Gruppe statistisch signifikant; ebensowenig die Subgruppenanalysen. Die per-protocol Analyse ist unauff&auml;llig minimal besser als ITT.</p>
<p>Die Gr&uuml;nde f&uuml;r das <strong>Absetzen </strong>der Studienmedikation werden aufgeteilt nach Hypotension, Synkope, Husten, Diarrhoe, Angio&ouml;dem und Nierenfunktionseinschr&auml;nkung angegeben, wobei keines dieser vorbestimmten Kriterien inhaltlich definiert war, also teils erheblicher Subjektivit&auml;t ausgesetzt ist. Die Abbrecherzahlen sind wie folgt (* = Unterschied statistisch signifikant p&lt;0,05 gegen Placebo)</p>
<table style="border-collapse: collapse; width: 343pt;" border="0" cellspacing="0" cellpadding="0" width="457">
<col style="width: 92pt;" width="123"></col>
<col style="width: 83pt;" width="110"></col>
<col style="width: 75pt;" width="100"></col>
<col style="width: 93pt;" width="124"></col>
<tbody>
<tr style="height: 12.75pt;" height="17">
<td style="height: 12.75pt; width: 92pt;" width="123" height="17"><em><strong>Abbrecher<span> </span></strong></em></td>
<td style="width: 83pt;" width="110"><em>Ramipril</em></td>
<td style="width: 75pt;" width="100"><em>Telmisartan</em></td>
<td style="width: 93pt;" width="124"><em>Kombi</em></td>
</tr>
<tr style="height: 12.75pt;" height="17">
<td style="height: 12.75pt;" height="17">Gesamt</td>
<td>2099 (24,5%)</td>
<td>1962 (23,0%) *</td>
<td>2495 (29,3%) *</td>
</tr>
<tr style="height: 12.75pt;" height="17">
<td style="height: 12.75pt;" height="17">Hypotension</td>
<td>149 (1,7%)</td>
<td>229 (2,7%) *</td>
<td>406 (4,8%) *</td>
</tr>
<tr style="height: 12.75pt;" height="17">
<td style="height: 12.75pt;" height="17">Synkope</td>
<td>15 (0,2%)</td>
<td>19 (0,2%)</td>
<td>29 (0,3%) *</td>
</tr>
<tr style="height: 12.75pt;" height="17">
<td style="height: 12.75pt;" height="17">Husten</td>
<td>360 (4,2%)</td>
<td>93 (1,1%) *</td>
<td>392 (4,6%)</td>
</tr>
<tr style="height: 12.75pt;" height="17">
<td style="height: 12.75pt;" height="17">Angio&ouml;dem</td>
<td>25 (0,3%)</td>
<td>10 (0,1%) *</td>
<td>18 (0,2%)</td>
</tr>
<tr style="height: 12.75pt;" height="17">
<td style="height: 12.75pt;" height="17">Nierenprobleme</td>
<td>60 (0,7%)</td>
<td>68 (0,8%)</td>
<td>94 (1,1%) *</td>
</tr>
</tbody>
</table>
<p>Die Autoren <strong>schlussfolgern</strong>, dass Telmisartan gleich wirksam ist wie Ramipril und weniger Angio&ouml;deme verursache, die Wahl aber individuell zu treffen sei. Die Kombination bringt keine Vorteile sondern nur vermehrte UAWs. Der Editorialist schlie&szlig;t, dass Telmisartan gleiche Vorteile wie Ramipril bietet, jedoch ARB mehr Nebenwirkungen haben und deutlich teurer sind.</p>
<p>Die Studie wurde vom Hersteller Boehringer Ingelheim finanziert. Alle Autoren geben potentielle Interessenkonflikte an.</p>
<p><img class="alignright size-full wp-image-51" style="float: right;" title="ontarget" src="http://www.ebm-anwender.de/wp-content/uploads/2008/04/ontarget.jpg" alt="" width="120" height="120" />Meine <strong>Bewertung </strong>dieses Megatrials: Telmisartan ist Ramipril bei kardiovaskul&auml;ren Hochrisikopatienten nicht &uuml;berlegen (also nicht ganz &#8220;on target&#8221;), jedoch konnte der zugunsten von Telmisartan vereinfachte Nicht-Unterlegenheitsnachweis erbracht werden.<br />
Der Vertr&auml;glichkeitsvorteil ist minimal und zur Vermeidung eines UAW-bedingten Medikationsabbruchs l&auml;&szlig;t sich eine NNT von 67 errechnen. Der Vorteil besteht ganz &uuml;berwiegend im verringerten Husten, also einer harmlosen, reversiblen UAW. In <a href="http://content.nejm.org/cgi/content/full/342/3/145/T2">HOPE</a> wird in 7,3% vs 1,8% unter Placebo deswegen abgebrochen &#8211; es betrifft also etwa jeden 18. Patienten unter Ramipril. Dieser Gesamteindruck wird durch methodische Kritikpunkt (s.o.) best&auml;tigt. An der bisherigen Strategie, prim&auml;r ACE-Hemmer und bei Unvertr&auml;glichkeit ARBs einzusetzen sollte auch nach ONTARGET festgehalten werden.</p>
<p><strong>Interessant </strong>ist, dass trotz besserer Blutdruckeinstellung (0,9/0,6 mmHg unter Telmisartan und 2,4/1,4 mmg unter Kombination vs. Ramipril) der PEP nicht beeinflu&szlig;t wird. Die RR-Differenz schl&auml;gt sich aber in der erh&ouml;hten Anzahl an Hypotensionen und Synkopen nieder und verringert den Vertr&auml;glichkeitsvoteil.<br />
Umgekehrt wurden Blutdruckdifferenzen zugunsten der Behandlungsgruppe bisher gerne als Argument gegen die Validit&auml;t einer Studie ins Feld gef&uuml;hrt. Die Autoren errechnen selber einen hypothetischen Vorteil von 4-5% in der Kombinationsgruppe. Die ist ein neues Beispiel gegen die Nutzung von <strong>Surrogatendpunkten</strong>.</p>
<p>Zur Substanz <strong>Telmisartan </strong>noch zwei kurze Gedanken: Es gibt eine wichtige Interaktion mit Digoxin, wobei der Digoxinspiegel steigt (<a href="http://www.ncbi.nlm.nih.gov/pubmed/17028488">Mechanismus unbekannt</a>). Die als vorteilhaft beworbene Halbwertszeit von 20h hat keinerlei echten Nutzen sondern ist zB im Falle von UAWs problematisch (<a href="http://www.arzneitelegramm.de/html/1999_02/9902022_01.html">a-t 1999;2:22</a>).</p>
<p>Die <strong>Tagestherapiekosten </strong>liegen aktuell in Deutschland bei 1,07€ vs. ~0,18€.</p>
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		</item>
		<item>
		<title>Neue Studientypen in Genetik/Genomik: GWAS</title>
		<link>http://www.ebm-anwender.de/39/neue-studientypen-in-genetikgenomik-gwas/</link>
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		<pubDate>Wed, 19 Mar 2008 23:46:30 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Martin Gerken</dc:creator>
				<category><![CDATA[Allgemein]]></category>
		<category><![CDATA[Studien]]></category>
		<category><![CDATA[Studientypen]]></category>

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		<description><![CDATA[Die Ergebnisse der Erforschung des Genoms  haben es schon in die Beipackzettel geschafft und Datenbanken zur Pharmakogenetik und Genomik [1][2] f&#252;llen sich. Dies erfordert auch neue Studientypen. JAMA widmet die Ausgabe 299(11) ganz den Genen.
Ein Artikel von Pearson und Manolio (JAMA. 2008;299(11):1335-1344) widmet sich den &#8220;genome-wide association studies&#8220; [GWAS] (der geneigte Leser m&#246;ge bitte [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><img src="http://www.ebm-anwender.de/wp-content/uploads/2008/03/dna-papier-stapel.jpg" alt="DNA" align="left" />Die Ergebnisse der Erforschung des Genoms  haben es schon <a href="http://www.fda.gov/cder/genomics/genomic_biomarkers_table.htm">in die Beipackzettel geschafft</a> und <a href="http://bidd.cz3.nus.edu.sg/phg/">Datenbanken zur Pharmakogenetik</a> und Genomik [<a href="http://www.ncbi.nlm.nih.gov/sites/entrez?Db=gap">1</a>][<a href="http://www.ncbi.nlm.nih.gov/sites/entrez?db=snp">2</a>] f&uuml;llen sich. Dies erfordert auch neue Studientypen. <a href="http://jama.ama-assn.org">JAMA</a> widmet die <a href="http://jama.ama-assn.org/content/vol299/issue11/index.dtl">Ausgabe 299(11)</a> ganz den Genen.</p>
<p>Ein Artikel von Pearson und Manolio <a href="http://jama.ama-assn.org/cgi/content/abstract/299/11/1335">(JAMA. 2008;299(11):1335-1344)</a> widmet sich den <em>&#8220;<a href="http://ghr.nlm.nih.gov/handbook/genomicresearch/gwastudies">genome-wide association studies</a>&#8220;</em> [GWAS] (der geneigte Leser m&ouml;ge bitte eine passende &Uuml;bersetzung als Kommentar hinterlassen). Hierbei wird DNA von Gesunden und Kranken auf eine Vielzahl von SNPs untersucht und potentiell relevante Genloci identifiziert.</p>
<p>GWAS werden die EbM in Zukunft besch&auml;ftigen. Wissen in diesem Bereich ist auch notwendig, um <a href="http://www.scienceblogs.de/plazeboalarm/2008/03/das-geschaft-mit-der-angst-der-eltern.php">dunklen Gesch&auml;ftmachern</a> angemessen begegenen zu k&ouml;nnen. Die Autoren sehen GWAS-Ergebnisse &uuml;brigens in n&auml;chster Zeit nicht im klinischen Alltag und warnen vor Konsequenzen wie unkritischem Screening.</p>
<p>Diese Studien vereinen Elemente von Diagnostikstudien mit Fall-Kontroll-Studien, aber auch Kohortenstudien und Trio-Designs werden eingesetzt. Sie leiden also auch an den Problemen dieser Studien: so fehlen in den erfassten F&auml;llen tendentiell stumme Formen, leicht und t&ouml;dliche F&auml;lle &#8211; und die Kontrollpopulation kann unterschliedlich sein. Die prinzipellen H&uuml;rden sind aus der EbM also bekannt &#8211; genauso wie die statistischen T&uuml;cken (etwa Signifikanzniveauadjustierung bei millionenfachem Testen). Die Terminologie der GWAS wird im Artikel dargestellt und die &uuml;bliche Ergebnisdarstellung erl&auml;utert. Auch bei GWAS gilt: traue keinem nicht-<a href="http://www.nature.com/nature/journal/v447/n7145/full/447655a.html">repliziertem Ergebnis</a>.</p>
<p>F&uuml;r die spezifischen Probleme der GWAS formulieren die Autoren eine Checkliste:</p>
<p><span id="more-39"></span></p>
<blockquote><p>1. Are the cases defined clearly and reliably so that they can be compared with<br />
patients typically seen in clinical practice?<br />
2. Are case and control participants demonstrated to be comparable to each other on important characteristics that might also be related to genetic variation and to the disease?<br />
3. Was the study of sufficient size to detect modest odds ratios or relative risks (1.3-1.5)?<br />
4. Was the genotyping platform of sufficient density to capture a large proportion of the variation in the population studied?<br />
5. Were appropriate quality control measures applied to genotyping assays, including visual inspection of cluster plots and replication on an independent genotyping platform?<br />
6. Did the study reliably detect associations with previously reported and replicated variants (known positives)?<br />
7. Were stringent corrections applied for the many thousands of statistical tests performed in defining the P value for significant associations?<br />
8. Were the results replicated in independent population samples?<br />
9. Were the replication samples comparable in geographic origin and phenotype definition, and if not, did the differences extend the applicability of the findings?<br />
10. Was evidence provided for a functional role for the gene polymorphism identified?</p></blockquote>
<p>Die Autoren bemerken selber, dass GWAS-Publikationen heute nicht alle Fragen beanworten lassen &#8211; aber bestimmt kommt irgendwann ein &#8220;CONSORT f&uuml;r GWAS&#8221;&#8230;</p>
]]></content:encoded>
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		</item>
		<item>
		<title>Teures Placebo besser als billiges Placebo</title>
		<link>http://www.ebm-anwender.de/35/teures-placebo-besser-als-billiges-placebo/</link>
		<comments>http://www.ebm-anwender.de/35/teures-placebo-besser-als-billiges-placebo/#comments</comments>
		<pubDate>Wed, 05 Mar 2008 11:31:18 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Martin Gerken</dc:creator>
				<category><![CDATA[Studien]]></category>

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		<description><![CDATA[Das Rauschen im Bl&#228;tterwald war schon gro&#223; ([1], [2], [3]), nun ist heute die Studie draussen: Waber RL. JAMA 2008. 299(9):1016-17
. Bei der Untersuchung sollten 82 bezahlte Probanden (62% Frauen, ~30 Jahre alt) angeblich ein neues Schmerzmittel, was schneller als Codein wirke, testen. In Wahrheit erhielten alle identische Placebos. Der H&#228;lfte der Probanden wurde vorher [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><img src="http://www.ebm-anwender.de/wp-content/uploads/2008/03/placebostudie.gif" alt="(c)JAMA 2008. Figure" align="left" />Das Rauschen im Bl&auml;tterwald war schon gro&szlig; (<a href="http://www.tagesspiegel.de/zeitung/Titelseite;art692,2488535">[1]</a>, <a href="http://www.n-tv.de/928791.html?040320081508">[2]</a>, <a href="http://gesundheit.blogger.de/stories/1064635/">[3]</a>), nun ist heute die Studie draussen: <a href="http://jama.ama-assn.org/cgi/content/extract/299/9/1016">Waber RL. JAMA 2008. 299(9):1016-17</a><br />
. Bei der Untersuchung sollten 82 bezahlte Probanden (62% Frauen, ~30 Jahre alt) angeblich ein neues Schmerzmittel, was schneller als Codein wirke, testen. In Wahrheit erhielten alle identische Placebos. Der H&auml;lfte der Probanden wurde vorher erkl&auml;rt, das Medikament koste $2,50, der anderen H&auml;lfte, es koste $0,10. Verblindete Untersucher testeten vor und nach Einnahme das Schmerzempfinden mittels Stromst&ouml;&szlig;en. Sowohl bei den starken Stromst&ouml;&szlig;en als auch insgesamt wird das Schmerzempfinden durch &#8220;teueres&#8221; Placebo signifikant vermindert. (weitere Details finden Sie bei <a href="http://scienceblogs.com/insolence/2008/03/some_placebos_are_more_equal_than_others.php">&#8220;Respectful Insolence&#8221;</a>, inkl. <a href="http://scienceblogs.com/insolence/Table.gif">Ergebnistabelle</a>)</p>
<p>Das Farbe und Form von Placebos f&uuml;r den Effekt bedeutend sind, war bekannt. Nun kommt also der dem Scheinpr&auml;parat zugeschrieben Preis hinzu. Der Effekt, dass teures besser erscheint als billiges tritt auch in anderen Zusammenh&auml;ngen auf, z.B. beim <a href="http://www.boston.com/bostonglobe/ideas/articles/2008/02/24/grape_expectations/?page=full">Verkosten von Wein</a>.</p>
<p>Interessanter als der Placeboeffekt an sich und seine Modifikation ist dieser Effekt bei realen Medikamenten: Verschlechtert sich die Wirksamkeit altbew&auml;hrter Arzneimittel, weil der Patient wei&szlig;, da&szlig; es f&uuml;r die gleiche Krankheit ein viel-umworbenes, teurerer &#8211; und damit als besser wirksam vermutetes &#8211; Mittel gibt, was er eben nicht bekommen hat? Gibt es eine Effektmodifikation, weil der Apotheker (dank &#8220;aut-idem&#8221;) den gleichen Wirkstoff bei jedem Besuch in einer anderen Packung aush&auml;ndigt?</p>
<p>Also was tun? Das Placebo &#8220;Pille&#8221; mit dem Placebo(?) &#8220;Arzt&#8221; bek&auml;mpfen/verst&auml;rken? Neutrale Verpackung f&uuml;r Medikament fordern? &#8230;</p>
<p>PS: J. Windeler hat eine <a href="http://www.aeksh.de/shae/2006/200608/h068038a.html">sch&ouml;ne &Uuml;bersichtsarbeit</a> zu Placebo geschrieben.</p>
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		<title>Wessen Brot ich es, dessen conclusion ich sing</title>
		<link>http://www.ebm-anwender.de/15/wessen-brot-ich-es-dessen-lied-ich-sing/</link>
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		<pubDate>Mon, 10 Dec 2007 16:31:03 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Martin Gerken</dc:creator>
				<category><![CDATA[Studien]]></category>

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		<description><![CDATA[Das Thema ist ja prinzipiell bekannt, doch sind zwei aktuelle Studien erw&#228;hnenswert:
Nieto und Kollegen untersuchen die Berichterstattung von Nebenwirkungen in RCTs zu inhalativen Cortocosteroiden (Arch Intern Med.2007;  167: 2047). Sie finden, wie schon an anderen Beispielen gezeigt, da&#223; Nebenwirkungen in industriefinanzierten Studien im Vergleich zu nicht-industriegesponsorten Studien seltener oder gesch&#246;nt berichtet werden.
Das Ganze ist [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><img src="http://www.ebm-anwender.de/wp-content/uploads/2007/12/klingelbeutel.jpg" alt="Klingelbeutel" align="right" />Das Thema ist ja prinzipiell bekannt, doch sind zwei aktuelle Studien erw&auml;hnenswert:</p>
<p>Nieto und Kollegen untersuchen die Berichterstattung von Nebenwirkungen in RCTs zu inhalativen Cortocosteroiden (<a href="http://archinte.ama-assn.org/cgi/content/short/167/19/2047">Arch Intern Med.2007;  167: 2047</a>). Sie finden, wie schon an anderen Beispielen gezeigt, da&szlig; Nebenwirkungen in industriefinanzierten Studien im Vergleich zu nicht-industriegesponsorten Studien seltener oder gesch&ouml;nt berichtet werden.<br />
Das Ganze ist besonders pikant, da ja gerne das Vergleichsmedikament unterdosiert wird, um einen Wirksamkeitsvorteil besser belegen zu k&ouml;nnen &#8211; und bei niedriger Dosis ja auch die Nebenwirkungen des Vergleichsmedikamentes so tendentiell selterner auftreten sollten. Auch hier sind industriefinanzierte Studien ge-bias-t und berichten deutlich h&auml;ufiger, da&szlig; trotz signifikanter Unterschiede von Sicherheitsparametern das Studienmedikament &#8220;sicher&#8221; sei.</p>
<p>Yank und Kollegen haben erstmals bei Meta-Analysen den selben Zusammenhang  untersucht (<a href="http://www.bmj.com/cgi/content/abstract/335/7631/1202">BMJ  2007;335:1202</a>). Sie konnten zeigen, da&szlig; das f&uuml;r Antihypertensiva das rechnerische Ergebnis unabh&auml;ngig von der Finanzierung gleich ist, das Fazit der Autoren aber dann (interessensgesteuert) abweicht.</p>
<p>Also: Transparenz bei der Offenlegung von Interessenkonflikten ist unabdingbar &#8211; und Vorsicht  bei der Bewertung und Kommentierung; lieber selber die Zahlen anschauen.</p>
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		<title>Warnung vor dem Lipid-Surrogat-Endpunkt</title>
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		<pubDate>Sun, 09 Dec 2007 22:42:51 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Martin Gerken</dc:creator>
				<category><![CDATA[Studien]]></category>

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		<description><![CDATA[&#8220;UHU&#8221; &#8211; &#8220;Unter Hundert&#8221; schallt es aus ganzseitigen Anzeigen im deutschen Medizinbl&#228;tterwald. Patienten sollen ein neues &#8220;Ziel&#8221; erreichen &#8211; praktischerweise ein, was nicht selten eine Polypharmakotherapie provoziert (s.u.).
Hier wird ein klassischer Surrogatendpunkt anvisiert. Das Lipid-Surrogatparamter durchaus fraglich sind, zeigt das aktuelle Beispiel von Torcetrapib:
Nachdem die Substanz zwar die Lipidwerte &#8220;versch&#246;nert&#8221;, aber bei einem ersten Surrogatendpunkt [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><img src="http://www.ebm-anwender.de/wp-content/uploads/2007/12/rutschig.png" alt="Rutschgefahr!" align="right" />&#8220;UHU&#8221; &#8211; &#8220;Unter Hundert&#8221; schallt es aus ganzseitigen Anzeigen im deutschen Medizinbl&auml;tterwald. Patienten sollen ein neues &#8220;Ziel&#8221; erreichen &#8211; praktischerweise ein, was nicht selten eine Polypharmakotherapie provoziert (s.u.).<br />
Hier wird ein klassischer <a href="http://de.wikipedia.org/wiki/Surrogatparameter">Surrogatendpunkt</a> anvisiert. Das Lipid-Surrogatparamter durchaus fraglich sind, zeigt das aktuelle Beispiel von Torcetrapib:<br />
Nachdem die Substanz zwar die Lipidwerte &#8220;versch&ouml;nert&#8221;, aber bei einem ersten Surrogatendpunkt (Carotisplaquevolumen) <a href="http://content.nejm.org/cgi/content/abstract/356/13/1304">durchfiel</a>, wurde nun ein &#8220;Megatrial&#8221; <a href="http://www.fda.gov/bbs/topics/NEWS/2006/NEW01514.html">gestoppt</a>, da gegen&uuml;ber Placebo mehr Patienten <a href="http://content.nejm.org/cgi/content/abstract/357/21/2109">verstarben</a>. Das <a href="http://content.nejm.org/cgi/content/extract/357/21/2180">Editorial</a> sinniert (leider nur) &uuml;ber das Ende von HDL als Surrogat.<br />
Ob Gesamtcholesterin und LDL gute Surrogate sind ist nicht ganz gekl&auml;rt. Von Langzeitstudien zum Ezetimib, was immerhin schon seit 2002 in Deutschland zugelassen ist, h&ouml;rt man bisher nichts. Damit bleibt auch &#8220;UHU&#8221; &#8211; zumindest wenn man es nicht mit Statin-Monotherapie erreicht &#8211; fragw&uuml;rdig.</p>
<p>Noch ein Schlu&szlig;-Zitat:  <em>&#8220;it is estimated that more Americans were killed as a result of class Ic antiarrhythmic agents used in this manner than were killed in the Vietnam war&#8221;</em>(Moore T. Excess Mortality Estimates. Deadly Medicine: Why Tens of Thousands of Heart Patients Died in America’s Worst Drug Disaster.New York, NY: Simon &amp; Schuster; 1995) [gefunden <a href="http://www.ajkd.org/article/PIIS0272638606005452/fulltext">hier</a>]</p>
<p>UPDATE: Ezetimib ist nun offiziell <a href="http://www.aerzteblatt.de/v4/news/news.asp?id=31053">durchgefallen</a> (bei Patienten mit famili&auml;rer Hypercholesterin&auml;mie und dem Surrogat-Endpunkt Carotis-Intima-Media-Dicke.</p>
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		<title>Publication bias auf YouTube</title>
		<link>http://www.ebm-anwender.de/13/publication-bias-auf-youtube/</link>
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		<pubDate>Sat, 08 Dec 2007 22:05:08 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Martin Gerken</dc:creator>
				<category><![CDATA[Studien]]></category>

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		<description><![CDATA[Jenniffer Keelan und Kollegen von der Uni Toronto haben eine ungew&#246;hnliche Quelle beleuchtet: YouTube, eine Videoseite, wo jeder kostenlos Videos ver&#246;ffentlichen kann.
In einem research letter im JAMA (2007 298: 2482-2484, Volltext) untersuchen sie Aussagen zu Impfungen. Von 153 untersuchten Video waren 48% positiv (also insgesamt die Impfung bef&#252;rwortend), 32% negativ und 20% uneindeutig (ambivalent oder [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><img src="http://www.ebm-anwender.de/wp-content/uploads/2007/12/youtube2.jpg" alt="YouTube Logo" align="right" />Jenniffer Keelan und Kollegen von der Uni Toronto haben eine ungew&ouml;hnliche Quelle beleuchtet: YouTube, eine Videoseite, wo jeder kostenlos Videos ver&ouml;ffentlichen kann.<br />
In einem research letter im JAMA (<a href="http://jama.ama-assn.org/cgi/content/extract/298/21/2482">2007 298: 2482-2484</a>, <a href="http://www.scribd.com/doc/822211/YouTube-as-a-Source-of-Information-on-Immunization-A-Content-Analysis">Volltext</a>) untersuchen sie Aussagen zu Impfungen. Von 153 untersuchten Video waren 48% positiv (also insgesamt die Impfung bef&uuml;rwortend), 32% negativ und 20% uneindeutig (ambivalent oder debattierend)  gegen&uuml;ber der jeweiligen Impfung. Dabei enthielt fast jedes zweite der negativen Videos Aussagen, die Impfleitlinien widersprechen, w&auml;hrend positive Videos keine solchen Widerspr&uuml;che enhalten.<br />
Interessanterweise werden positive Videos seltener angesehen und vom Publikum insgesamt schlechter bewertet.<br />
Die Videoplattform YouTube ist also nicht geeignet, unverzerrte Informationen zur Impfung zu  erhalten, und deren Nutzer sind einer Impfung gegen&uuml;ber eher ablehnend eingestellt.<br />
&Auml;rzte sollten dies sowohl bei eigenen Recherchen als auch bei der Beratung von Patienten, die sich im Internet vorinformiert haben beachten.</p>
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