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	<title>EbM-Anwender - Blog für angewandte Evidenzbasierte Medizin</title>
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	<description>Angewandte Evidenzbasierte Medizin</description>
	<lastBuildDate>Thu, 10 Jun 2010 20:27:07 +0000</lastBuildDate>
	
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		<title>D&#196;B bekennt Farbe?</title>
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		<pubDate>Thu, 10 Jun 2010 20:27:07 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Martin Gerken</dc:creator>
				<category><![CDATA[Allgemein]]></category>

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		<description><![CDATA[Fr&#252;her war die Standard-Methodik in Review-Artikeln im Deutschen &#196;rzteblatt die ber&#252;chtigte &#8220;selektive Literatursuche&#8221;, sprich die willk&#252;rliche Auswahl der Literatur nach Gusto der Autoren. Das vorletzte D&#196;B Nr. 21 &#252;berrascht nicht nur durch ein h&#252;bsches Titelbild (eine freie Interpretation des Themas von mir zur Linken; Foto des Combur 6 von Roche): unter &#8220;Diagnose des Harnwegsinfektes&#8221; eine [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><a href="http://www.ebm-anwender.de/wp-content/uploads/2010/06/BUNTES.jpg"><img class="alignleft size-full wp-image-83" src="http://www.ebm-anwender.de/wp-content/uploads/2010/06/BUNTES.jpg" alt="" width="200" height="151" /></a>Fr&uuml;her war die Standard-Methodik in Review-Artikeln im <a href="http://www.aerzteblatt.de">Deutschen &Auml;rzteblatt</a> die ber&uuml;chtigte &#8220;selektive Literatursuche&#8221;, sprich die willk&uuml;rliche Auswahl der Literatur nach Gusto der Autoren. Das vorletzte <a href="http://www.aerzteblatt.de/v4/archiv/heftinhalt.asp?heftid=3161">D&Auml;B Nr. 21</a> &uuml;berrascht nicht nur durch ein h&uuml;bsches <a href="http://aerzteblatt.lnsdata.de/titel/107/titel21.jpg">Titelbild</a> (eine freie Interpretation des Themas von mir zur Linken; Foto des Combur 6 von Roche): unter &#8220;<a href="http://www.aerzteblatt.de/v4/archiv/artikel.asp?src=heft&amp;id=75307">Diagnose des Harnwegsinfektes</a>&#8221; eine systematische &Uuml;bersichtsarbeit und unter &#8220;<a href="http://www.aerzteblatt.de/v4/archiv/artikel.asp?src=heft&amp;id=75308">Dekubitalgeschw&uuml;re &#8211; Pathophysiologie und Prim&auml;rpr&auml;vention</a>&#8221; ein CME-Beitrag, der gar auf einen sonst als sperrig verschrienen<a href="http://de.wikipedia.org/wiki/Health_Technology_Assessment"> HTA</a>-Bericht fu&szlig;t. Eine lobenswerte Wendung zu (formal) hochqualitativen Arbeiten!</p>
<p>Nun sollte man nur noch bei den Interessenkonflikten Farbe bekennen: Peinliche Unterlassungen, sogar wiederholt, &#8220;renommierter&#8221; Autoren sollten nicht nur den <a href="http://gesundheit.blogger.de/stories/1646177/">Watchblogs</a> und der<a href="http://www.taz.de/1/zukunft/wissen/artikel/1/fehlende-transparenz-1/"> Tagespresse</a> auffallen.</p>
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		<title>Zwei Buchstaben</title>
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		<pubDate>Mon, 31 May 2010 23:22:54 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Martin Gerken</dc:creator>
				<category><![CDATA[Allgemein]]></category>

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		<description><![CDATA[Dr. &#8211; was nun? Die gr&#246;&#223;te Quelle freien Wissens, Wikipedia, liefert erstmal reichlich Lesefutter und Links. Erster Punkt: es handelt sich um einen akademischen Grad, keinen Titel &#8211; auch wenn landl&#228;ufig so genannt. Wikipedia hilft freundlicherweise auch bei der korrekten Anrede (Anschrift &#8220;Herr Dr. med. Peter M&#252;ller&#8221;, Anrede &#8220;Sehr geehrter Herr Dr. M&#252;ller&#8221;).
Wie f&#252;hrt man [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Dr. &#8211; was nun? Die gr&ouml;&szlig;te Quelle freien Wissens, <a href="http://de.wikipedia.org">Wikipedia</a>, liefert erstmal reichlich Lesefutter und Links. Erster Punkt: es handelt sich um einen <a href="http://de.wikipedia.org/wiki/Akademischer_Grad#Abgrenzung_zu_.E2.80.9ETiteln.E2.80.9C">akademischen Grad</a>, keinen Titel &#8211; auch wenn landl&auml;ufig so genannt. Wikipedia hilft freundlicherweise auch bei der korrekten <a href="http://de.wikipedia.org/wiki/Anrede#Wissenschaft">Anrede</a> (Anschrift &#8220;Herr Dr. med. Peter M&uuml;ller&#8221;, Anrede &#8220;Sehr geehrter Herr Dr. M&uuml;ller&#8221;).</p>
<p>Wie f&uuml;hrt man den Dr.? Interessanterweise ist der Doktorgrad der einzige akademische Grad, der in Ausweisdokumente eingetragen wird, obwohl er kein Namensbestandteil ist. Auf den Briefkasten + Klingelschild k&ouml;nnte man ihn auch schreiben (f&uuml;r alle drei finde ich gerade keinen Grund). Von einer eigenm&auml;chtigen &#8220;&Uuml;bersetzung&#8221;, etwa zum PhD, sollte man in Deutschland absehen; der Grad <a href="http://de.wikipedia.org/wiki/Doctor_of_Philosophy#F.C3.BChrung_des_Grades">darf nur so gef&uuml;hrt werden, wie in der Urkunde benannt</a>.</p>
<p>Und international? Offenbar sehr schwierig und im Gespr&auml;ch mit etlichen Kollegen habe ich keine befriedigende Antwort gefunden. Aber der Reihe nach: Die verbindlichste Auskunft zum umgekehrten Thema findet man bei <a href="http://www.anabin.de">anabin</a>, so dass ich erstmal &#8220;r&uuml;ckw&auml;rts&#8221; vorgegangen bin. In den USA gibt es den &#8220;doctor of medicine&#8221;, kurz &#8220;M.D.&#8221;, den es als Berufsdoktorat, also mit Studienabschluss gibt. Anabin f&uuml;hrt keinen PhD f&uuml;r Mediziner, geht aber generell von der &Auml;quivalenz US-PhD = DE-Dr. aus. D&uuml;rfte ich mich also bei der n&auml;chsten Publikation im, sagen wir&#8230; NEJM&#8230; (h&uuml;stel) nun MD+PhD nennen? Doch lieber im BMJ (h&uuml;stel) ver&ouml;ffentlichen? In Gro&szlig;britannien gibt es zahllose Abschl&uuml;sse, etwa den  &#8220;Bachelor of Medicine, MBBS&#8221; &#8211; entsprechend dem DE-Staatsexamen; &#8220;Doctor of/in Medicine, DM/MD&#8221; &#8211; entspricht nicht direkt  vergleichbarem, wohl am ehesten DE-Dr.; &#8220;Doctor of Philosophy, Medical Sciences&#8221; &#8211; entsprechend einem DE-Dr.. Fast jeder Befragte war allerdings der Meinung, dass der PhD in Gro&szlig;britannien dem DE-Professor entspreche. Was nun? &#8220;Nur&#8221; MD w&auml;re in den USA aber tiefgestapelt mangels Abgrenzung zum Berufsdoktorat, in GB OK&#8230;</p>
<p>Aus historischer Perspektive ist &uuml;brigens  das Streben nach dem PhD nicht nachzuvollziehen, da Medizin, Theologie und Recht schon immer Doktorgrade verliehen, nur eben die anderen F&auml;cher nicht, die sich dann unter dem Dach des PhD einfanden (Quelle <a href="http://en.wikipedia.org/wiki/Doctor_of_Philosophy#History">1</a>, <a href="http://en.wikipedia.org/wiki/Academic_degree#Overview">2</a>, <a href="http://en.wikipedia.org/wiki/Doctor_of_Medicine#History_of_the_medical_degree">3</a>).</p>
<p>Wie immer bin ich gespannt auf Ihre Kommentare!</p>
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		<title>Verminderte Aktivit&#228;t</title>
		<link>http://www.ebm-anwender.de/66/verminderte-aktivitaet/</link>
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		<pubDate>Wed, 03 Sep 2008 20:27:32 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Martin Gerken</dc:creator>
				<category><![CDATA[Allgemein]]></category>

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		<description><![CDATA[Liebe Leser,
wie Sie vielleicht bemerkt haben komme ich in letzer Zeit selten zum Schreiben f&#252;r das Blog. Dies wird sich in den n&#228;chsten Wochen nicht &#228;ndern, (guter) Grund daf&#252;r ist meine Dissertation.
Das Forum werde ich abschalten, da es nicht genutzt wird und regelm&#228;&#223;iger Pflege der Software bedarf. Die Kommentarfunktion der einzelnen Beitr&#228;ge funktioniert weiterhin, so [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Liebe Leser,<br />
wie Sie vielleicht bemerkt haben komme ich in letzer Zeit selten zum Schreiben f&uuml;r das Blog. Dies wird sich in den n&auml;chsten Wochen nicht &auml;ndern, (guter) Grund daf&uuml;r ist meine Dissertation.<br />
Das Forum werde ich abschalten, da es nicht genutzt wird und regelm&auml;&szlig;iger Pflege der Software bedarf. Die Kommentarfunktion der einzelnen Beitr&auml;ge funktioniert weiterhin, so dass Sie sich mit den anderen Lesern und mir austauschen k&ouml;nnen.<br />
Meine aber Empfehlungen, die Sie im rechten Seitenbereich des Blogs oder <a href="http://www.google.com/reader/shared/user/05751607224878460092/state/com.google/broadcast">-&gt;hier&lt;-</a> lesen k&ouml;nnen werden st&auml;ndig aktualisiert &#8211; schauen Sie also wieder mal vorbei!</p>
<p>Gastbeitr&auml;ge ver&ouml;ffentlich ich gerne.<em><br />
Ihr Martin Gerken</em></p>
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		<title>Einer f&#252;r alle &#8211; Behandlung ohne Symptombezug?</title>
		<link>http://www.ebm-anwender.de/61/einer-fuer-alle-behandlung-ohne-symptombezug/</link>
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		<pubDate>Fri, 18 Jul 2008 12:23:10 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Martin Gerken</dc:creator>
				<category><![CDATA[Allgemein]]></category>

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		<description><![CDATA[Es zeigt sich ein neuer Trend: vermehrt werden nicht mehr Einzelkrankheiten oder Einzelsymptome, sondern komplexe Krankheiten und Risikokonstellationen, wie Typ-2 Diabetes oder kardiovaskul&#228;res Hochrisiko behandelt. Beispiele sind aktuelle Studien wie ONTARGET oder ADVANCE. Hier werden Patienten mit Wirkstoffen oder fixen Wirkstoffkombinastionen behandelt, die traditionell gezielt und kontrolliert gegen einzelne Krankheiten bzw. Symptome &#8211; hier den [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Es zeigt sich ein neuer Trend: vermehrt werden nicht mehr Einzelkrankheiten oder Einzelsymptome, sondern komplexe Krankheiten und Risikokonstellationen, wie Typ-2 Diabetes oder kardiovaskul&auml;res Hochrisiko behandelt. Beispiele sind aktuelle Studien wie <a href="http://www.ebm-anwender.de/50/ontarget-gedanken-zu-studie-surrogatendpunkten/">ONTARGET</a> oder <a href="http://www.ncbi.nlm.nih.gov/sites/entrez?Db=pubmed&amp;Cmd=ShowDetailView&amp;TermToSearch=17765963&amp;ordinalpos=1&amp;itool=EntrezSystem2.PEntrez.Pubmed.Pubmed_ResultsPanel.Pubmed_RVDocSum">ADVANCE</a>. Hier werden Patienten mit Wirkstoffen oder fixen Wirkstoffkombinastionen behandelt, die traditionell gezielt und kontrolliert gegen einzelne Krankheiten bzw. Symptome &#8211; hier den Bluthochdruck &#8211; eingesetzt wurden.</p>
<p>In einem sch&ouml;nen <a href="http://content.nejm.org/cgi/content/full/NEJMp0803740">Editorial von Krumholz und Lee im NEJM</a> wird betont, dass Therapiestrategien und nicht Einzelma&szlig;nahmen gepr&uuml;ft werden, dass somit Marker&amp;Zielgr&ouml;&szlig;en nicht ohne die sie g&uuml;nstig beeinflussende Strategie genutzt werden sollten, und das Leitlinien gepr&uuml;fte Therapiestrategien unter expliziter Abw&auml;gung von Krankheitsrisiken, Behandlungsrisiken und m&ouml;glichem Behandlungsnutzen empfehlen sollen. Dabei sei das individuelle Risiko zu ber&uuml;cksichtigen.</p>
<p>F&uuml;hren solche monolithischen Therapiestrategien zwangsweise zur <a href="http://www.bmj.com/cgi/content/abstract/326/7404/1419?maxtoshow=&amp;HITS=10&amp;hits=10&amp;RESULTFORMAT=&amp;fulltext=wald+polypill+2003&amp;searchid=1&amp;FIRSTINDEX=10&amp;resourcetype=HWCIT">&#8220;polypill&#8221;</a>? Ist das ein klassisches Beispiel, wo EbM zur Kochbuchmedizin f&uuml;hrt? Oder ist das das Gegengift gegen immer neue Medikamente, die lediglich Surrogate irrelevant beeinflussen?</p>
]]></content:encoded>
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		</item>
		<item>
		<title>6. Schritt der Evidenz-basierten klinischen Medizin?</title>
		<link>http://www.ebm-anwender.de/60/6-schritt-der-evidenz-basierten-klinischen-medizin/</link>
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		<pubDate>Wed, 25 Jun 2008 13:30:32 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Martin Gerken</dc:creator>
				<category><![CDATA[Allgemein]]></category>
		<category><![CDATA[EbM]]></category>

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		<description><![CDATA[Die klassischen Schritte der EbM zur L&#246;sung eines klinischen Problems sind (stark verk&#252;rzt) wie folgt:

Formulierung einer suchtauglichen Frage
Suche nach der besten Evidenz
Kritische Wertsch&#228;tzung der gefundenen Evidenz
Anwendung in der Praxis
Evaluation

(nach dem EbM-Tutorial, Uni Witten/Herdecke)
Nun schlagen D. Keister und J. Tilson in der Zeitschrift EBM 2008;13(3):69 als weiteren Schritt &#8220;proactive monitoring for newy emerging evidence&#8221;, also die [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Die klassischen Schritte der EbM zur L&ouml;sung eines klinischen Problems sind (stark verk&uuml;rzt) wie folgt:</p>
<ol>
<li>Formulierung einer suchtauglichen Frage</li>
<li>Suche nach der besten Evidenz</li>
<li>Kritische Wertsch&auml;tzung der gefundenen Evidenz</li>
<li>Anwendung in der Praxis</li>
<li>Evaluation</li>
</ol>
<p>(nach dem <a href="http://www.medizinalrat.de/Eb_Medicine/EbM_-_Theorie_und_Handwerkszeu/ebm_-_theorie_und_handwerkszeu1.html">EbM-Tutorial, Uni Witten/Herdecke</a>)</p>
<p>Nun schlagen D. Keister und J. Tilson in der Zeitschrift <a href="http://ebm.bmj.com">EBM</a> 2008;13(3):69 als weiteren Schritt &#8220;proactive monitoring for newy emerging evidence&#8221;, also die aktive Suche nach neuem Wissen als weiteren Standard-Schritt vor.</p>
<p>Auch wenn ich etwas Probleme habe, mir das in dieser strengen Form vorzustellen (m&uuml;sste man doch f&uuml;r jede [der irgendwann zahllosen!] beantwortete Frage die Suchstrategie speichern und regelm&auml;&szlig;ig laufen lassen), so kann ich mir doch eine &#8220;abgespeckte&#8221; Strategie vorstellen:</p>
<ol>
<li>F&uuml;r das eigene Fachgebiet wird ein Benachrichtigunsdienst abonniert. Ich bin da mit <a href="http://www.bmjupdates.com">BMJ Updates</a>, einem alerting service unter dem Dach von BMJ und McMaster University recht zufrieden. Dort bewerten Fachkollegen Artikel und man erh&auml;lt ab einen einstellbaren Wert f&uuml;r Neuigkeit und Relevanz eine Email.</li>
<li>F&uuml;r besondere &#8220;Steckenpferde&#8221; speichert man bei <a href="http://www.ncbi.nlm.nih.gov/entrez/cubby.fcgi">Pubmed-MyNCBI</a> eine ausreichend spezifische Suchstrategie und abonniert die Benachrichtigungs-Email oder den RSS-Feed. (das eignet sich eher nicht f&uuml;r breite Themen, wie KHK)</li>
</ol>
<p>Finden Sie den &#8220;6. Schritt&#8221; vern&uuml;nftig und durchf&uuml;hrbar? Was tun Sie um aktuell zu bleiben?</p>
]]></content:encoded>
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		</item>
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		<title>Primum nil nocere</title>
		<link>http://www.ebm-anwender.de/55/primum-nil-nocere/</link>
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		<pubDate>Mon, 02 Jun 2008 19:38:20 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Martin Gerken</dc:creator>
				<category><![CDATA[Allgemein]]></category>

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		<description><![CDATA[&#8230; oder &#8220;first do no harm&#8221; &#8211; an die hippokratische Regel, vor allem nicht zu schaden sollte nochmal erinnert werden. Als Arzt ist man ja oft in der Rolle &#8220;etwas tun zu m&#252;ssen&#8221; &#8211; und dadurch gew&#246;hnt man sich daran, etwas tun zu wollen. Aus eigener Erfahrung und aus vielen Leserbriefen im &#196;rztblatt weiss ich, [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><img class="alignleft" style="float: left;" src="http://www.ebm-anwender.de/wp-content/uploads/2008/06/roteskreuz.gif" alt="" width="100" height="100" />&#8230; oder &#8220;first do no harm&#8221; &#8211; an die hippokratische Regel, vor allem nicht zu schaden sollte nochmal erinnert werden. Als Arzt ist man ja oft in der Rolle &#8220;etwas tun zu m&uuml;ssen&#8221; &#8211; und dadurch gew&ouml;hnt man sich daran, etwas tun zu wollen. Aus eigener Erfahrung und aus vielen Leserbriefen im &Auml;rztblatt weiss ich, dass der Arzt im Allgemeinen etwas tun will &#8211; auch dann, wenn es keinen Nutzenbeleg gibt. &#8220;Wird schon nicht schaden&#8221;, lautet oft die Begr&uuml;ndung. Auch wenn man den Geldbeutel mal vergi&szlig;t, ist gut gemeint aber nicht gut getan. Ein solches klassisches Beispiel von &#8220;gut gemeint&#8221; wurde gerade im BMJ zerlegt: Die Blutzuckerselbstmessung bei Typ-2 Diabtikern. In der <a href="http://www.bmj.com/cgi/content/full/336/7654/1174">ESMON-Studie</a>, der <a href="http://www.bmj.com/cgi/content/full/336/7654/1177">DIGEM-Studie</a> und dem zugeh&ouml;rigen <a href="http://www.bmj.com/cgi/content/full/336/7654/1139">Editoral</a> wird berichtet, dass diese einfache und logisch erscheinende Intervention nicht die Blutzuckereinstellung verbessert. Daf&uuml;r sind als Nebenwirkung die Selbstmesser depressiver.</p>
<p>Auch bei noch unverd&auml;chtigeren Interventionen wie Schulungen sind negative Wirkungen m&ouml;glich. Ein Beispiel aus meiner aktuellen Arbeit: Asthmaschulung f&uuml;r Eltern kranker Kinder k&ouml;nnte z.B. durch ein mehr an Therapieverantwortung f&uuml;r die Eltern durch mehr Sorge deren Lebensqualit&auml;t senken&#8230;</p>
<p>Logisch ist nicht biologisch!</p>
]]></content:encoded>
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		</item>
		<item>
		<title>Fluch und Segen des Fortschritts &#8211; das Dilemma der EbM in agilen Forschungsfeldern</title>
		<link>http://www.ebm-anwender.de/54/fluch-und-segen-des-fortschritts-das-dilemma-der-ebm-in-agilen-forschungefeldern/</link>
		<comments>http://www.ebm-anwender.de/54/fluch-und-segen-des-fortschritts-das-dilemma-der-ebm-in-agilen-forschungefeldern/#comments</comments>
		<pubDate>Thu, 15 May 2008 10:42:53 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Martin Gerken</dc:creator>
				<category><![CDATA[Allgemein]]></category>

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		<description><![CDATA[In einem Editorial zu HIV-Behandlung im aktuellen NEJM beschreiben Hirschel und Calmy das Problem der Nutzenbewertung bzw. Wissensgenerierung in sich schnell &#228;ndernden Bereichen, wie Onkologie und vor allem HIV:
&#8230;Phase 4 studies that compare treatment strategies are desirable, but they are difficult to do. In a rapidly moving field such as HIV therapy, what is the [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>In einem <a href="http://content.nejm.org/cgi/content/full/358/20/2170">Editorial zu HIV-Behandlung im aktuellen NEJM</a> beschreiben Hirschel und Calmy das Problem der Nutzenbewertung bzw. Wissensgenerierung in sich schnell &auml;ndernden Bereichen, wie Onkologie und vor allem HIV:</p>
<blockquote><p>&#8230;Phase 4 studies<sup> </sup>that compare treatment strategies are desirable, but they are<sup> </sup>difficult to do. In a rapidly moving field such as HIV therapy,<sup> </sup>what is the &#8220;reference treatment&#8221;? Trials have to be large and<sup> </sup>continue for a long time, and patients may vote with their feet<sup> </sup>and refuse to continue with a therapy that they judge, rightly<sup> </sup>or wrongly, to be inferior to the latest miracle drug. And large<sup> </sup>trials that continue for a long time are expensive. Drug companies<sup> </sup>have little to gain, and much to lose, from comparing one of<sup> </sup>their already marketed drugs with another that may be better&#8230;.</p></blockquote>
<p>Die Nutzenbewertung ist schwierig, wenn es keinen klaren Standard zum Vergleich gibt (es geht ja in der Regel um Fragestellungen, f&uuml;r die es Behandlungsm&ouml;glichkeiten gibt, also wo ein Placebovergleich fragw&uuml;rdig ist) &#8211; und schlimmer noch: die Wissensgenerierung kann den neuen Trends nicht mehr hinterherkommen. Harte klinische Endpunkte erfordern meist lange dauernde Studien &#8211; deren Fragestellung ist am Ende aber vielleicht nicht mehr interessant. Kein Wunder, dass die Pharmaindustrie wenig geneigt ist, so zu forschen. Mit Patienten, die Zugang zu Informationen &uuml;ber Neuheiten in der Medizin haben, wird es auch schwierig, diese in einer entsprechenden Studie zu halten &#8211; zu gro&szlig; sind die Heilsversprechen des Neuen.</p>
<p>Ein M&ouml;glicher Ansatz sind die Zulassungsbeh&ouml;rden: nur sie k&ouml;nnen Firmen zu unbequemer Forschung zwingen. Sie m&uuml;ssen Endpunktstudien erzwingen und auch deren Durchf&uuml;hrung &uuml;berwachen (bekannterma&szlig;en l&auml;&szlig;t man sich hier gerne viel Zeit). Begrenzt kann auch &ouml;ffentlich finanzierte klinische Forschung helfen (ein Beispiel w&auml;re die <a href="http://images.zeit.de/text/2008/20/M-Makuladegeneration">Bremer VIBERA-Studie</a>).</p>
]]></content:encoded>
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		</item>
		<item>
		<title>ONTARGET &#8211; Gedanken zu Studie &amp; Surrogatendpunkten</title>
		<link>http://www.ebm-anwender.de/50/ontarget-gedanken-zu-studie-surrogatendpunkten/</link>
		<comments>http://www.ebm-anwender.de/50/ontarget-gedanken-zu-studie-surrogatendpunkten/#comments</comments>
		<pubDate>Mon, 21 Apr 2008 06:00:38 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Martin Gerken</dc:creator>
				<category><![CDATA[Studien]]></category>
		<category><![CDATA[bpr3]]></category>
		<category><![CDATA[Endpunkte]]></category>
		<category><![CDATA[Studienbewertung]]></category>

		<guid isPermaLink="false">http://www.ebm-anwender.de/?p=50</guid>
		<description><![CDATA[In der ONTARGET-Studie (NEJM 2008;358:1547, Editorial, Designpublikation) wird Telmisartan 80mg gegen Ramipril 10 mg und die Kombination von beidem bei kardiovaskul&#228;ren Hochrisikopatienten gepr&#252;ft. Sie wird nat&#252;rlich als Marketingargument f&#252;r simple Schlu&#223;folgerungen zugunsten des 6x teureren Pr&#228;parates genutzt &#8211; als Grund f&#252;r ein paar spezielle und allgemeine Gedanken:
Eingeschlossen wurden Menschen ab 55 Jahren mit bestehender KHK, [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><img class="alignleft size-full wp-image-51" style="float: left;" title="ontarget" src="http://www.scienceblogs.de/weitergen/blogging%20on%20peer-reviewed%20research%20white.png" alt="blogging on peer-reviewed research white.png" width="120" />In der <a href="http://www.ontarget.cardio.on.ca/">ONTARGET</a>-Studie (<a href="http://content.nejm.org/cgi/content/abstract/358/15/1547">NEJM 2008;358:1547</a>, <a href="http://content.nejm.org/cgi/content/extract/358/15/1615">Editorial</a>, <a href="http://www.ncbi.nlm.nih.gov/pubmed/15215792">Designpublikation</a>) wird <a href="http://www.drugbank.ca/cgi-bin/getCard.cgi?CARD=APRD01247">Telmisartan</a> 80mg gegen <a href="http://www.drugbank.ca/cgi-bin/getCard.cgi?CARD=DB00178">Ramipril</a> 10 mg und die Kombination von beidem bei kardiovaskul&auml;ren Hochrisikopatienten gepr&uuml;ft. Sie wird nat&uuml;rlich als Marketingargument f&uuml;r <a href="http://www.aerztezeitung.de/medizin/krankheiten/herzkreislauf/?sid=489347">simple Schlu&szlig;folgerungen</a> zugunsten des 6x teureren Pr&auml;parates genutzt &#8211; als Grund f&uuml;r ein paar spezielle und allgemeine Gedanken:</p>
<p><strong>Eingeschlossen </strong>wurden Menschen ab 55 Jahren mit bestehender KHK, pAVK, Schlaganfall oder Diabetes mellitus. Ausschlu&szlig;gr&uuml;nde waren u.a. Unvertr&auml;glichkeit der Pr&uuml;fmedikation, Herzinsuffizienz, unkontrollierter Bluthochdruck,  Nierenarterienstenose und Leberfunktionsst&ouml;rung. Konnte kein ACE-Hemmer genommen werden, wurde in den TRANSCEND-Arm (Telmisartan vs. Placebo, hier nicht berichtet) gewechselt.</p>
<p>Es wurden 29019 Patienten in einer einfach-blinden Run-in Phase bis zur halben Dosis Telmisarten+Ramipril aufdosiert. Davon konten 25620 Patienten (88%) in 700 Zentren aus 40 L&auml;ndern weltweit im Verh&auml;ltnis 1:1:1 mittels eines zentralen Telefondienstes randomisiert werden. Weitere Details zur Rekrutierung,  Randomisierung und Verblindung fehlen leider.</p>
<p>Prim&auml;rer <strong>Endpunkt</strong> (PEP) war ein kombinierter Endpunkt aus kardiovaskul&auml;rem Tod, Herzinfarkt, Schlaganfall oder Krankenhausaufenthalt wegen Herzinsuffizenz. Ein solcher Endpunkt ist als &#8220;&uuml;blich&#8221; zu betrachten und entsprach bis Hospitalisationen dem der <a href="http://www.diabetes-world.net/Portal-f%C3%BCr-Fachleute-Mediziner-und-Therapeuten/Literatur-und-Studien/Grosse-Diabetesstudien/HOPE-Studie.htm?ID=4786">HOPE-Studie</a>. Er leidet allerdings an der Kombination verschieden wertiger Ereignisse (Tod vs. Krankenhausaufenthalt) und verschieden &#8220;harten&#8221; Ereignissen. Die Subjektivit&auml;t wurde durch ein zentrales Endpunktbewertung vermindert. Die genaue <a href="http://www.ontarget.cardio.on.ca/Downloads/FinalDefNov2102.pdf">Endpunktdefinition versteckt sich</a> auf der Studienwebseite. Weitere (sekund&auml;re) Endpunkte und Subgruppen waren vorgeplant.</p>
<p><strong>Statistisch</strong> ist ONTARGET so angelegt, dass erst Nicht-Unterlegenheit von Telmisartan gegen Ramipril getestest wird und dann ggf. &Uuml;berlegenheit. Bei Non-Inferiority-Studien wird zuerst die Effektst&auml;rke der Vergleichssubstanz festgelegt. Hierzu wurden Daten der HOPE-Studie herangezogen. Man hat es sich aber etwas einfacher gemacht und nicht die errechnete HR von 0,775 f&uuml;r den Kompositendpunkt, sondern die 40. Perzentile des Sch&auml;tzers, also HR 0,794 genommen. F&uuml;r Nicht-Unterlegenheit wurde der Erhalt von 50% dieser schon konservativ gesch&auml;tzten Wirkung gefordert. Eine strengere Definition von Nicht-Unterlegenheit h&auml;tte die Patientenzahlen massiv erh&ouml;ht. Ansonsten wurde das Signifikanzniveau entsprechend adjustiert, sowie drei geplante Interimsanalysen durchgef&uuml;hrt.</p>
<p>Eine lesenwerte &Uuml;bersicht zu Nicht-Unterlegenheitsstudien ist von <a href="http://www.annals.org/cgi/reprint/145/1/62.pdf">Kaul &amp; Diamond, Ann Intern Med. 2006;145:62</a> erschienen.</p>
<p><span id="more-50"></span>Die <strong>Patienten </strong>waren im Durchschnitt 66,4 Jahre alt, haupts&auml;chlich (73%) m&auml;nnlich, haben einen BMI von 28 und bezeichnen sich als europ&auml;ischer Ethnie (73%). Fast die H&auml;lfte  (49%) hat einen Herzinfarkt hinter sich, ein Drittel (35%) eine stabile Angina pectoris, ein F&uuml;nftel (21%) einen Schlaganfall/TIA &#8211; insgesamt 85% sind kardiovaskul&auml;r krank. An Risikofaktoren bringen 68% einen Bluthochdruck, 37% eine Diabetes mellitus mit; 12,5% sind aktive, 52% Ex-Raucher. Sie sind umfassend vorbehandelt: Thrombozytenaggregationshemmer 81%, Statine 62%, Betablocker 57%, Diuretika 28%, ACE-Hemmer 57,5%, ARB 8,6%. Der Blutdruck liegt bei run-in bei 143/82 mmHg, zur Randomisierung bei 134/77 mmHg.</p>
<p>Die Monotherapie-Gruppen erhielten jeweils erg&auml;nzend passendes Placebo. Die Ramipril-Medikation wurde in den ersten 2 Wochen von 5 auf 10 mg aufdosiert. Die Patienten wurden alle 6 Monate gesehen. Geplant war eine Laufzeit bis Mitte 2007, entsprechend 3,5-5,5 Jahren.</p>
<p><strong>Ergebnisse</strong>: 25577 Patienten (99,8%) konnten nachverfolgt und nach dem ITT-Prinzip ausgewertet werden. Sie waren im Durchschnitt 4,7 Jahre in der Studie. &Uuml;ber die verlorenen Patienten wird nicht berichtet, ein Flowchart nach <a href="http://www.consort-statement.org/index.aspx?o=1030">CONSORT</a> wird nicht vorgelegt.</p>
<p>Der <strong>PEP </strong>wird von 1412 (16,5%) Patienten in der Ramipril-Gruppe, 1423 (16,7%) in der Telmisartan-Gruppe und 1386 (16,3%) in der Kombitherapie-Gruppe erreicht. Die risk ratio zwischen Ramipril und Telmisartan betr&auml;gt 1,04 [0,94-1,09]. Sie erf&uuml;llt somit das Kriterium f&uuml;r Nicht-Unterlegenheit, jedoch nicht das f&uuml;r &Uuml;berlegenheit. Telmisartan erh&auml;lt damit 95% [83,2-106,3%] des Effektes von Ramipril vs. Palcebo.<br />
Der Endpunkt wird zu 43% von Tod aus kardiovaskul&auml;rer Ursache getrieben, die anderen Komponenten steuern etwa gleich viel Ereignisse bei. Keine Endpunktkomponente f&auml;llt dabei deutlich raus. Leider lassen sich die Daten aus Table 3 nicht gegenrechnen, auch die Gesamtereigniszahl lt. Fu&szlig;note (* = kann mehrfach eintreten) kann ich nicht durch Summieren kontrollieren.</p>
<table style="border-collapse: collapse; width: 348pt;" border="0" cellspacing="0" cellpadding="0" width="463">
<col style="width: 97pt;" width="129"></col>
<col style="width: 83pt;" width="110"></col>
<col style="width: 75pt;" width="100"></col>
<col style="width: 93pt;" width="124"></col>
<tbody>
<tr style="height: 12.75pt;" height="17">
<td class="xl24" style="height: 12.75pt; width: 97pt;" width="129" height="17"><em><strong>Outcome</strong></em></td>
<td style="width: 83pt;" width="110"><em>Ramipril</em></td>
<td style="width: 75pt;" width="100"><em>Telmisartan</em></td>
<td style="width: 93pt;" width="124"><em>Kombi</em></td>
</tr>
<tr style="height: 12.75pt;" height="17">
<td style="height: 12.75pt;" height="17">PEP</td>
<td>1412 (16,5%)</td>
<td>1423 (16,7%)</td>
<td>1386 (16,3%)</td>
</tr>
<tr style="height: 12.75pt;" height="17">
<td style="height: 12.75pt;" height="17">Herzinfarkt *</td>
<td>413 (4,8%)</td>
<td>440 (5,2%)<span> </span></td>
<td>438 (5,2%)</td>
</tr>
<tr style="height: 12.75pt;" height="17">
<td style="height: 12.75pt;" height="17">Schlaganfall *</td>
<td>405 (4,7%)</td>
<td>369 (4,3%)</td>
<td>373 (4,4%)</td>
</tr>
<tr style="height: 12.75pt;" height="17">
<td style="height: 12.75pt;" height="17">Hospitalisierung HF *</td>
<td>354 (4,1%)</td>
<td>394 (4,6%)</td>
<td>332 (3,9%)</td>
</tr>
<tr style="height: 12.75pt;" height="17">
<td style="height: 12.75pt;" height="17">kardiovask. Tod</td>
<td>603 (7,0%)</td>
<td>598 (7,0%)</td>
<td>620 (7,3%)</td>
</tr>
<tr style="height: 12.75pt;" height="17">
<td style="height: 12.75pt;" height="17">Tod gesamt</td>
<td>1014 (11,8%)</td>
<td>989 (11,5%)</td>
<td>1065 (12,5%)</td>
</tr>
</tbody>
</table>
<p>Von den sekund&auml;ren Endpunkten wird keiner bis auf vermehrte Nierenst&ouml;rungen in der Kombi-Gruppe statistisch signifikant; ebensowenig die Subgruppenanalysen. Die per-protocol Analyse ist unauff&auml;llig minimal besser als ITT.</p>
<p>Die Gr&uuml;nde f&uuml;r das <strong>Absetzen </strong>der Studienmedikation werden aufgeteilt nach Hypotension, Synkope, Husten, Diarrhoe, Angio&ouml;dem und Nierenfunktionseinschr&auml;nkung angegeben, wobei keines dieser vorbestimmten Kriterien inhaltlich definiert war, also teils erheblicher Subjektivit&auml;t ausgesetzt ist. Die Abbrecherzahlen sind wie folgt (* = Unterschied statistisch signifikant p&lt;0,05 gegen Placebo)</p>
<table style="border-collapse: collapse; width: 343pt;" border="0" cellspacing="0" cellpadding="0" width="457">
<col style="width: 92pt;" width="123"></col>
<col style="width: 83pt;" width="110"></col>
<col style="width: 75pt;" width="100"></col>
<col style="width: 93pt;" width="124"></col>
<tbody>
<tr style="height: 12.75pt;" height="17">
<td style="height: 12.75pt; width: 92pt;" width="123" height="17"><em><strong>Abbrecher<span> </span></strong></em></td>
<td style="width: 83pt;" width="110"><em>Ramipril</em></td>
<td style="width: 75pt;" width="100"><em>Telmisartan</em></td>
<td style="width: 93pt;" width="124"><em>Kombi</em></td>
</tr>
<tr style="height: 12.75pt;" height="17">
<td style="height: 12.75pt;" height="17">Gesamt</td>
<td>2099 (24,5%)</td>
<td>1962 (23,0%) *</td>
<td>2495 (29,3%) *</td>
</tr>
<tr style="height: 12.75pt;" height="17">
<td style="height: 12.75pt;" height="17">Hypotension</td>
<td>149 (1,7%)</td>
<td>229 (2,7%) *</td>
<td>406 (4,8%) *</td>
</tr>
<tr style="height: 12.75pt;" height="17">
<td style="height: 12.75pt;" height="17">Synkope</td>
<td>15 (0,2%)</td>
<td>19 (0,2%)</td>
<td>29 (0,3%) *</td>
</tr>
<tr style="height: 12.75pt;" height="17">
<td style="height: 12.75pt;" height="17">Husten</td>
<td>360 (4,2%)</td>
<td>93 (1,1%) *</td>
<td>392 (4,6%)</td>
</tr>
<tr style="height: 12.75pt;" height="17">
<td style="height: 12.75pt;" height="17">Angio&ouml;dem</td>
<td>25 (0,3%)</td>
<td>10 (0,1%) *</td>
<td>18 (0,2%)</td>
</tr>
<tr style="height: 12.75pt;" height="17">
<td style="height: 12.75pt;" height="17">Nierenprobleme</td>
<td>60 (0,7%)</td>
<td>68 (0,8%)</td>
<td>94 (1,1%) *</td>
</tr>
</tbody>
</table>
<p>Die Autoren <strong>schlussfolgern</strong>, dass Telmisartan gleich wirksam ist wie Ramipril und weniger Angio&ouml;deme verursache, die Wahl aber individuell zu treffen sei. Die Kombination bringt keine Vorteile sondern nur vermehrte UAWs. Der Editorialist schlie&szlig;t, dass Telmisartan gleiche Vorteile wie Ramipril bietet, jedoch ARB mehr Nebenwirkungen haben und deutlich teurer sind.</p>
<p>Die Studie wurde vom Hersteller Boehringer Ingelheim finanziert. Alle Autoren geben potentielle Interessenkonflikte an.</p>
<p><img class="alignright size-full wp-image-51" style="float: right;" title="ontarget" src="http://www.ebm-anwender.de/wp-content/uploads/2008/04/ontarget.jpg" alt="" width="120" height="120" />Meine <strong>Bewertung </strong>dieses Megatrials: Telmisartan ist Ramipril bei kardiovaskul&auml;ren Hochrisikopatienten nicht &uuml;berlegen (also nicht ganz &#8220;on target&#8221;), jedoch konnte der zugunsten von Telmisartan vereinfachte Nicht-Unterlegenheitsnachweis erbracht werden.<br />
Der Vertr&auml;glichkeitsvorteil ist minimal und zur Vermeidung eines UAW-bedingten Medikationsabbruchs l&auml;&szlig;t sich eine NNT von 67 errechnen. Der Vorteil besteht ganz &uuml;berwiegend im verringerten Husten, also einer harmlosen, reversiblen UAW. In <a href="http://content.nejm.org/cgi/content/full/342/3/145/T2">HOPE</a> wird in 7,3% vs 1,8% unter Placebo deswegen abgebrochen &#8211; es betrifft also etwa jeden 18. Patienten unter Ramipril. Dieser Gesamteindruck wird durch methodische Kritikpunkt (s.o.) best&auml;tigt. An der bisherigen Strategie, prim&auml;r ACE-Hemmer und bei Unvertr&auml;glichkeit ARBs einzusetzen sollte auch nach ONTARGET festgehalten werden.</p>
<p><strong>Interessant </strong>ist, dass trotz besserer Blutdruckeinstellung (0,9/0,6 mmHg unter Telmisartan und 2,4/1,4 mmg unter Kombination vs. Ramipril) der PEP nicht beeinflu&szlig;t wird. Die RR-Differenz schl&auml;gt sich aber in der erh&ouml;hten Anzahl an Hypotensionen und Synkopen nieder und verringert den Vertr&auml;glichkeitsvoteil.<br />
Umgekehrt wurden Blutdruckdifferenzen zugunsten der Behandlungsgruppe bisher gerne als Argument gegen die Validit&auml;t einer Studie ins Feld gef&uuml;hrt. Die Autoren errechnen selber einen hypothetischen Vorteil von 4-5% in der Kombinationsgruppe. Die ist ein neues Beispiel gegen die Nutzung von <strong>Surrogatendpunkten</strong>.</p>
<p>Zur Substanz <strong>Telmisartan </strong>noch zwei kurze Gedanken: Es gibt eine wichtige Interaktion mit Digoxin, wobei der Digoxinspiegel steigt (<a href="http://www.ncbi.nlm.nih.gov/pubmed/17028488">Mechanismus unbekannt</a>). Die als vorteilhaft beworbene Halbwertszeit von 20h hat keinerlei echten Nutzen sondern ist zB im Falle von UAWs problematisch (<a href="http://www.arzneitelegramm.de/html/1999_02/9902022_01.html">a-t 1999;2:22</a>).</p>
<p>Die <strong>Tagestherapiekosten </strong>liegen aktuell in Deutschland bei 1,07€ vs. ~0,18€.</p>
]]></content:encoded>
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		</item>
		<item>
		<title>Infomanagement im Web 2.0 mit Schwerpunkt Medizin &amp; EbM</title>
		<link>http://www.ebm-anwender.de/46/infomanagement-im-web-20-mit-schwerpunkt-medizin-ebm/</link>
		<comments>http://www.ebm-anwender.de/46/infomanagement-im-web-20-mit-schwerpunkt-medizin-ebm/#comments</comments>
		<pubDate>Wed, 16 Apr 2008 20:13:34 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Martin Gerken</dc:creator>
				<category><![CDATA[Allgemein]]></category>
		<category><![CDATA[Webseiten]]></category>
		<category><![CDATA[Web2.0]]></category>

		<guid isPermaLink="false">http://www.ebm-anwender.de/46/infomanagement-im-web-20-mit-schwerpunkt-medizin-ebm/</guid>
		<description><![CDATA[Web 2.0 ist das Schlagwort, was f&#252;r Mitwirkung, offene Standards, Weiterverwendung, Nutzerfreundlichkeit&#8230; steht. Einige Grundlagen und f&#252;r Medizin &#38; EbM relevante Dienste und Seiten mit Schwerpunkt Informationsmanagement werde ich vorstellen.
1. RSS
Was ist das?
RSS kehrt aus Sicht des Nutzers den Informationsflu&#223; um: Inhalte (s.u.) werden &#8220;abonniert&#8221; und laufen an einer Stelle (Reader, s.u.) automatisch zusammen. Im [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><img src="http://www.ebm-anwender.de/wp-content/uploads/2008/04/buecherregal.jpg" alt="B&uuml;cherregal" align="left" /><a href="http://de.wikipedia.org/wiki/Web_2.0?rel=nofollow">Web 2.0</a> ist das Schlagwort, was f&uuml;r <a href="http://nerdwideweb.com/web20/#web20de">Mitwirkung, offene Standards, Weiterverwendung, Nutzerfreundlichkeit</a>&#8230; steht. Einige Grundlagen und f&uuml;r Medizin &amp; EbM relevante Dienste und Seiten mit Schwerpunkt Informationsmanagement werde ich vorstellen.</p>
<h2>1. RSS</h2>
<h3>Was ist das?</h3>
<p>RSS kehrt aus Sicht des Nutzers den <a href="http://de.sevenload.com/videos/CkoqCoq-RSS-in-verstaendlichem-Deutsch">Informationsflu&szlig; um</a>: Inhalte (s.u.) werden &#8220;abonniert&#8221; und laufen an einer Stelle (Reader, s.u.) automatisch zusammen. Im Gegensatz zu Webseiten mu&szlig; man nicht regelm&auml;&szlig;ig selber nach Aktualisierungen schauen &#8211; und eine Emailadresse, wie bei einem Email-Abo muss man auch nicht angeben: <em>Kontrolle und Komfort.</em></p>
<p>RSS ist ein <a href="http://de.wikipedia.org/wiki/RSS">standardisiertes Nachrichtenformat</a>, wobei &#8220;Nachricht&#8221; hier in einem sehr allgemeinen Sinne gemeint ist. Diese sind mit zus&auml;tzlichen Informationen (von Zeitstempeln bis Geolokalisierung ist alles denkbar) in maschinenlesbarer Form verkn&uuml;pft. Interessant wird RSS durch die in diesem Format verf&uuml;gbaren Inhalte und die dank Standardisierung und maschinenlesbarer Meta-Daten m&ouml;gliche automatische Weiterverarbeitung.</p>
<h3>Inhalte</h3>
<p>An Inhalten gibt es u.a. <a href="http://de.wikipedia.org/wiki/Blog">Blogs</a> (urspr&uuml;nglich Web-Tageb&uuml;cher, inzwischen aber wie dieses Blog mehr thematisch fokussierte Seiten mit regelm&auml;&szlig;igen Beitr&auml;gen und Kommentierungsm&ouml;glichkeit), <a href="http://content.nejm.org/rss/">eTOCs </a>(Inhaltsverzeichnise und &#8220;early releases&#8221; von Zeitschriften, idR mit Abstracts), jegliche Art von Neuigkeiten (zB Meldungen von <a href="http://www.bfarm.de/cln_029/nn_424276/DE/Service/RSS-Feed/rss-node.html__nnn=true">Zulassungsbeh&ouml;rden</a>, <a href="http://www.ebm-netzwerk.de/veranstaltungen">Veranstaltungshinweise</a>, Aktualisierungshinweise von <a href="http://www.versorgungsleitlinien.de/search_rss?portal_type%3Alist=News+Item&amp;review_state=published&amp;sort_on=Date&amp;sort_order=reverse">Leitlinien</a>) sowie Suchergebnisse <a href="http://www.ncbi.nlm.nih.gov/books/bv.fcgi?rid=helppubmed.section.pubmedhelp.Saving_and_Emailing_#pubmedhelp.Saving_searches_as_R">gespeicherter Suchanfragen</a>, Zitierungsalarme&#8230;</p>
<p>Seiten, die einen RSS-Feed haben, zeigen das in der Regel duch das orange Icon <img src="http://www.ebm-anwender.de/wp-content/uploads/2008/04/feed-icon-14x14.png" alt="RSS feed icon (von http://www.feedicons.com )" align="bottom" />. Moderne Browser wie <a href="http://www.mozilla-europe.org/de/products/firefox/">Firefox</a> und IE7 zeigen einen RSS-Feed zus&auml;tzlich durch das RSS-Symbol in der Addressleiste an (&auml;ltere Browser, wie IE5/IE6, Netscape oder Mozilla k&ouml;nnen generell nicht mehr empfohlen werden).</p>
<h3>Reader</h3>
<p>RSS-Feeds werden mit einem &#8220;Feedreader gelesen&#8221;. Diese gibt es als normale Anwendung, die man auf dem Computer installiert (z.B. <a href="http://www.rssowl.org/">RSSOwl</a>, <a href="http://www.disobey.com/amphetadesk/">Amphetadesk</a> aber auch das Mailprogramm <a href="http://www.mozilla-europe.org/de/products/thunderbird/">Thunderbird</a>) und als webbasierte L&ouml;sung (z.B. <a href="http://www.bloglines.com/">Bloglines</a>, <a href="http://www.netvibes.com/">Netvibes</a>, <a href="http://www.google.de/reader">Google Reader</a>) [<a href="http://www.dmoz.org/Computers/Software/Internet/Clients/WWW/Feed_Readers/">mehr...</a>]. Beides hat Vor- und Nachteile und letztlich entscheiden die pers&ouml;nlichen Vorlieben. Ich nutze den <a title="Meine empfohlenen Artikel aus dem Google Reader" href="https://www.google.com/reader/shared/05751607224878460092">Google Reader</a>.</p>
<h2>2a. Informationsverwaltung: Bookmarks</h2>
<p>Die eigene Bookmarksammlung (&#8220;Favoriten&#8221; IE-Jargon) ins Netz zu verlegen ist aus vielen Gr&uuml;nden sinnvoll: sie k&ouml;nnen von jedem Rechner (B&uuml;ro, Internetcafe&#8230;) zugreifen und haben sie gegen Datenverlust gesch&uuml;tzt. Bookmarks werden dabei in eine &ouml;ffentlich zug&auml;nglichen und einen pa&szlig;wortgesch&uuml;tzten privaten Teil getrennt. Bookmarks k&ouml;nnen mit Schlagw&ouml;rtern (&#8220;tags&#8221;) versehen werden. &Uuml;ber tags k&ouml;nnen eigene und fremde Bookmarks thematisch sortiert und gesucht werden. Man kann auch sehen, was andere Nutzer noch bebookmarkt haben, die die selben Bookmarks haben. So erschlie&szlig;en sich mit wenigen Mausclicks neue interessante und oft relevante Quellen. Und (nur) wenn man will teilt man seinen Bookmark-Schatz mit der Welt. Beispiel f&uuml;r solche &#8220;Social Bookmarking&#8221;-Dienste sind <a href="http://del.icio.us/">Delicious</a>, <a href="http://www.mister-wong.de/">Mr. Wong</a>, <a href="http://www.diigo.com/">Diigo</a> und <a href="http://www.ebizmba.com/articles/social30">zahllose andere</a>&#8230; Ich nutze <a title="Berufliche Bookmarksammlung" href="http://del.icio.us/klinpharm">Delicious</a>. <em>PS: Beitr&auml;ge aus diesem Blog k&ouml;nnen Sie mit den kleinen Icons unter dem Text direkt bei einige Bookmaring-Diensten speichern.</em></p>
<h2>2b. Informationsverwaltung: Literatur</h2>
<p>Auch die eingene Literatursammlung kann mit Zusatznutzen ins Web: Bei Diensten wie <a href="http://www.connotea.org/">Connotea</a> und<a href="http://www.citeulike.org/"> CiteULike</a> k&ouml;nnen Literaturstellen eingeben &#8211; oder ganz bequem aus Datenbanken wie PubMed oder der eigenen Literaturdatenbank importiert werden. Auch hier gibt es eigene Schlagw&ouml;rter Kommentare und eine Diskussionsfunktion mit anderen Nutzern, die den selben Artikel aufgenommen haben. Zum Bibliographieren in eigene Texten geht es dann mit der Exportfunktion zur&uuml;ck in die eigene Literaturverwaltung. Beruflich nutze ich <a href="http://refworks.com/">Refworks</a>, eine eher &#8220;klassische&#8221; jedoch webbasierte Literaturverwaltung, die leider nicht kostenlos ist.</p>
<h2>3. MashUps</h2>
<p>Die <a href="http://de.wikipedia.org/wiki/Mashup_%28Internet%29">MashUps</a> bauen aus den in Internet verf&uuml;gbaren Informationsbausteinen neue Dienste. Ein Beispiel ist <a href="http://www.healthmap.org/en">HealthMap</a>, wo aus RSS-Feeds zu Epidemien, Geolokalisierung und Google Maps ein st&auml;ndig aktuelle Nachrichtenlandkarte entsteht.</p>
<p>Probieren Sie den einen oder andern Dienst doch einfach aus! Es wird Vieles vereinfacht und Neues m&ouml;glich.<br />
<em> Nutzen Sie die Kommentarfunktion, um Ihre Erfahrungen zu teilen!</em></p>
]]></content:encoded>
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		</item>
		<item>
		<title>Holzauge sei wachsam!</title>
		<link>http://www.ebm-anwender.de/43/holzauge-sei-wachsam/</link>
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		<pubDate>Tue, 08 Apr 2008 07:03:00 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Martin Gerken</dc:creator>
				<category><![CDATA[Allgemein]]></category>

		<guid isPermaLink="false">http://www.ebm-anwender.de/43/holzauge-sei-wachsam/</guid>
		<description><![CDATA[Medizin und Wissenschaft, Gesundheit und Wahrheit sind immer wieder bedroht.
1. Peer Review: Das peer review ist ein anerkanntes, wenn auch nicht ganz unumstrittens Verfahren der Selbstkontrolle der Wissenschaft. Pfizer hat zahlreiche gro&#223;e Journals (u.a. JAMA, NEJM und Arch Int Med) auf Rausgabe vertraulicher Unterlagen aus dem Reviewverfahren verklagt, um entlastendes Material f&#252;r seine unter Beschu&#223; [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><img src="http://www.ebm-anwender.de/wp-content/uploads/2008/04/holzauge.jpg" alt="Auge von mir, Baum: © Klicker / PIXELIO" align="left" />Medizin und Wissenschaft, Gesundheit und Wahrheit sind immer wieder bedroht.</p>
<p><strong>1. Peer Review:</strong> Das <a href="http://de.wikipedia.org/wiki/Peer-Review">peer review</a> ist ein anerkanntes, wenn auch <a href="http://jama.ama-assn.org/cgi/content/full/287/21/2784">nicht ganz unumstrittens</a> Verfahren der Selbstkontrolle der Wissenschaft. Pfizer hat zahlreiche gro&szlig;e Journals (u.a. <a href="http://arstechnica.com/journals/science.ars/2008/03/21/us-court-peer-review-too-important-to-mess-with">JAMA</a>, <a href="http://gesundheit.blogger.de/stories/1055869/">NEJM</a> und Arch Int Med) auf Rausgabe vertraulicher Unterlagen aus dem Reviewverfahren verklagt, um entlastendes Material f&uuml;r seine unter Beschu&szlig; stehenden COX2-Hemmer <a href="http://blogs.wsj.com/health/2008/02/22/pfizer-wants-new-england-journal-to-cough-up-documents/">zu ergattern</a>. Erfreulicherweise ging nun auch der Prozess gegen das <a href="http://medinfo.netbib.de/archives/2008/04/04/2544">NEJM</a> <a href="http://gesundheit.blogger.de/stories/1080045/">verloren</a>. In einem anderen Fall wurden <a href="http://www.aerzteblatt.de/V4/news/news.asp?id=31244">vertrauliche Unterlagen an den betroffenen Hersteller weitergereicht</a>.</p>
<p><strong>2. Offenlegung von Interessenkonflikten:</strong> Die <a href="http://www.nytimes.com/2008/03/26/health/research/26lung.html?_r=1&amp;oref=slogin">New York Times berichtet</a>, dass Claudia Henschke f&uuml;r eine im <a href="http://content.nejm.org/cgi/content/full/355/17/1763">NEJM ver&ouml;ffentlichte Studie</a> Gelder der Tabakindustrie angenommen hat. In der Arbeit wir ein Nutzen von CT-Screening gegen Lungenkrebs darlegt. K&uuml;rzlich wurde dann im <a href="http://jama.ama-assn.org/cgi/content/full/299.15.jle80054v1">JAMA ein Nachtrag</a> der gleichen Autorin publiziert: sie hatte vergessen, dass sie zahlreiche Patente an CT-Diagnostik h&auml;lt. Die Autorin wollte wohl verhindern, dass die Leser <a href="http://www.evimed.ch/cgi-bin/WebObjects/nuSite.woa/evimed/journal_club.html?rubricseq=230&amp;tocexternalid=523">Interesse und Vertrauen verlieren</a>. (inhaltlich ist der Nutzen des CT-Screenings <a href="http://www.medknowledge.de/abstract/med/med2006/06-2006-29-lungenkrebs-da.htm">zweifelhaft</a>, valide Daten werden <a href="http://www.cancer.gov/nlst">2009 erwartet</a>)</p>
<p><strong> 3. DTCA:</strong> Die Verbraucher-Werbung f&uuml;r verschreibungspflichtige Arzneimittel scheint <a href="http://www.finanzen.net/nachricht/Verheugen_Werbeverbot_fuer_Arzneimittel_wird_nicht_abgeschafft_704486">erstmal vom Tisch</a>. In den USA ist sie &uuml;blich und hat dort u.a. einen Gro&szlig;teil der Ezetimib-Verschreibungen <a href="http://gesundheit.blogger.de/stories/1087449/">zu verantworten</a>, wie <a href="http://content.nejm.org/cgi/content/full/NEJMsa0801461">eine Untersuchung im NEJM zeigte</a> (wenn sie auch <a href="http://pharmamkting.blogspot.com/2008/03/lunesta-moth-being-mothballed-as-result.html">nicht immer so gut funktioniert</a>). Erstaunlich, dass Verheugen die Initiative den Verlegern in die Schuhe schiebt und die Pharmaindustrie aussen vor l&auml;&szlig;t. Oder ist das Thema doch nicht vom Tisch und die DTCA kommen &uuml;ber &#8220;Patienteninformationen&#8221;? Das <a href="http://www.ebm-netzwerk.de/aktuelles/news2008_04_07">DNEBM hat klar Position gegen DTCA</a> bezogen.</p>
<p>Seien Sie wach und skeptisch! Ein Dank auch an die zitierten Blogs, die diese Themen mit bearbeiten.</p>
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